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Rohstoffindustrie: Stahlindustrie rechnet mit Produktionseinbruch


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Stahlindustrie rechnet mit Produktionseinbruch

31.03.2009, 13:16 Uhr | sky, dpa, t-online.de

Der Stahlbranche droht ein Einbruch der Produktion (Foto: dpa)Der Stahlbranche droht ein Einbruch der Produktion (Foto: dpa) Nach einem drastischen Nachfragerückgang rechnet die deutsche Stahlindustrie im laufenden Jahr mit einem Einbruch der Rohstahlerzeugung unter die Grenze von 40 Millionen Tonnen. "2009 wird ein schweres Jahr für den Stahlmarkt", sagte der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Hans-Jürgen Kerkhoff, bei der 13. "Handelsblatt"-Jahrestagung "Stahlmarkt 2009" in Düsseldorf laut Redemanuskript.

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Hoffnung auf das zweite Halbjahr

Die Branche sehe jedoch Chancen, dass die Rohstahlerzeugung trotz einer "außerordentlich schwierigen Lage" auf dem deutschen Markt im zweiten Halbjahr wieder anziehen werde, sagte Kerkhoff. Es werde zumindest mit einer Stabilisierung des Stahlbedarfs gerechnet. Wichtige Impulse würden auch von den Konjunkturprogrammen der Bundesregierung erwartet.



Kapazitäten sind nicht ausgelastet

Bereits im vergangenen Jahr war die deutsche Rohstahlproduktion im Vergleich zum Rekordjahr 2007 um 2,7 Millionen Tonnen auf 45,8 Millionen Tonnen zurückgegangen. Allein im vierten Quartal brach die Rohstahlproduktion in Deutschland um 20 Prozent ein. Im Januar 2009 habe sich die Krise mit einem Rückgang um 36 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat noch einmal deutlich verschärft, sagte Kerkhoff. Die Auslastung der Kapazitäten habe mit nur noch 60 Prozent einen langjährigen Tiefstand erreicht.

Autokrise erreicht Stahlkocher

Hintergrund der stark gesunkenen Auslastung sei die Krise bei vielen Stahlverarbeitern. "Viele unserer Kunden wie zum Beispiel die Automobilindustrie inklusive Zulieferer, der Maschinenbau oder die Hersteller von Metallwaren melden scharfe Einbrüche", sagte Kerkhoff. Die Kunden der Stahlunternehmen hätten im vierten Quartal 2008 Auftragsrückgänge um gut 30 Prozent hinnehmen müssen.


Der Maschinenbau bricht ein

Derweil leidet der deutsche Maschinen- und Anlagenbau weiterhin dramatisch unter den Auswirkungen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise. Der Auftragseingang brach im Januar real um 42 Prozent ein. "So einen starken Rückgang haben wir seit Beginn der Erhebung der Zahlen im Jahr 1958 noch nie gesehen", sagte Ralph Wiechers, Chefvolkswirt des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), in Frankfurt. Die Nachfrage aus dem Inland sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 31 Prozent, die Auslandsnachfrage fiel um 47 Prozent, wie der VDMA mitteilte.

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