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Rezession trifft auch Diamanten-Branche hart


Diamanten und Gold  

Rezession trifft auch Diamanten-Branche hart

11.03.2009, 14:17 Uhr | sky, dpa , t-online.de

Die Rezession trifft die Schmuckbranche (Foto: imago)Die Rezession trifft die Schmuckbranche (Foto: imago) Die weltweite Finanzkrise hat auch massive negative Auswirkungen auf die Diamantenindustrie. Der Einbruch der weltweiten Schmuckverkäufe habe dazu geführt, dass die Menge der gehandelten Rohdiamanten im Jahr 2009 vermutlich weniger als halb so groß sein wird wie im Jahr 2008, berichtete die Organisation Südwind in Siegburg bei Bonn. Ähnlich sieht Experten zufolge die Lage in der Gold verarbeitenden Industrie aus.

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Südafrika und Indien getroffen

Auch der Absatz von verarbeiteten Diamanten sei eingebrochen, erläuterte Südwind weiter. Dadurch seien die Preise für Diamanten entlang der gesamten Produktionskette stark gesunken. In Deutschland werde die Krise der Branche kaum wahrgenommen, doch in den betroffenen Staaten wie Südafrika und Indien sei es ein großes Thema.

Arbeitslosigkeit steigt

In afrikanischen Förderländern von Diamanten und in den indischen Schleifereien hätten Hunderttausende von Menschen ihren Arbeitsplatz verloren. Da es dort in den meisten Betrieben keine funktionierende Sozialversicherung gebe und auch keine Vorsorgemaßnahmen der Industrie, stünden die Betroffenen vor dem Nichts, erläuterte Südwind.

Nur private Anleger stützen Goldpreis

Auch Gold gibt der Schmuckindustrie vor Ort derzeit keine Impulse: Der Goldpreis wird nach Information der Commerzbank zurzeit lediglich durch die Investmentnachfrage gestützt. Damit ist vor allem der Zufluss von Anlegergeldern in Fonds gemeint, die mit dem Geld dann Gold kaufen. Dazu kommt die hohe Nachfrage von Kleinanlegern nach Barren und Münzen. Da das Edelmetall als sicherer Hafen in Zeiten der Krise gilt, stieg die Investment-Nachfrage zuletzt im gleichen Ausmaß an, in dem die Börsen einbrachen.

Goldschmuck weniger gefragt

Dagegen ist die Gold-Nachfrage aus dem Schmucksektor wegen des zuletzt wieder auf 1000 Dollar gestiegenen Goldpreises weitgehend versiegt. So habe Indien im Februar Industriekreisen zufolge bislang überhaupt kein Gold importiert, nachdem die indischen Goldimporte im Januar auf 1,8 Millionen Unzen eingebrochen waren. Indien ist vor Arabien und China der weltweit größte Gold-Importeur, Gold wird traditionell bei Hochzeiten als Aussteuer geschenkt. Schmuck stellt neben den Beständen der Zentralbanken und dem zu Münzen und Barren verarbeiteten Edelmetall weltweit den größten Posten in der Gold-Nachfrage.


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