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Citigroup verbreitet Optimismus und schafft es in die Gewinnzone


Citigroup verbreitet Optimismus  

Citigroup schafft es in die Gewinnzone

10.03.2009, 14:54 Uhr | oca, dpa-AFX, t-online.de

Citigroup verbreitet Optimismus  (Quelle: imago images)Citigroup verbreitet Optimismus (Quelle: imago images) Die teilverstaatlichte amerikanische Bank Citigroup verbreitet einem Pressebericht zufolge nach zuletzt zahlreichen Negativschlagzeilen Optimismus. Bisher verlaufe das Geschäft in den ersten drei Monaten so gut wie seit dem dritten Quartal 2007 nicht mehr und die Bank sei in den ersten beiden Monaten profitabel gewesen, hieß es in einer von der "New York Times" auf ihrer Internetseite veröffentlichten internen Nachricht des Citigroup-Chefs Vikram Pandit. Die Citigroup hatte im vergangenen Jahr knapp 28 Milliarden Dollar verloren und gehört zu den größten Verlierern der Finanzkrise. Ende Februar musste der Staat die Bank wieder vor dem Untergang retten und beteiligt sich jetzt mit bis zu 36 Prozent direkt an dem einstigen Stolz der US-Finanzindustrie.

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Citigroup bis Ende Februar profitabel

Bis Ende Februar habe die Citigroup bei den Erträgen vor Sonderposten wie Abschreibungen auf den Wertpapierbestand mit 19 Milliarden Dollar bereits fast den Durchschnitt der Quartale im vergangenen Jahr erreicht. Nach Pandits Darstellung in der internen Mitteilung lag der Ertrag vor Sonderposten im vergangenen Jahr bei durchschnittlich 21 Milliarden Dollar pro Quartal. Zudem lägen die Kosten bis Ende Februar mit 8,1 Milliarden Dollar unter den Planungen der Bank. Pandit stellte in der Mitteilung weiter dar, dass die Citigroup damit derzeit vor Sonderposten profitabel sei. Bei der Citi war zunächst niemand für einen Kommentar zu erreichen.

Auch Deutsche Bank startet positiv ins neue Jahr

Mit dem Aussagen des von der "NYT" veröffentlichten Memos bläst Pandit in das gleiche Horn wie zuletzt viele Bankchefs. Erst am Montag hatte Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann in einem Interview mit dem "Handelsblatt" betont, dass der Februar für die größte deutsche Bank ähnlich wie der Januar positiv verlaufen sei. Anders als die Citigroup und zahlreiche andere Banken wie Royal Bank of Scotland (RBS), HBOS oder Bank of America braucht die Deutsche Bank bisher keine staatliche Hilfen, um durch die Finanzkrise zu kommen. Auch die Credit Suisse hatte sich positiv zum Jahresstart geäußert.

Citi-Aktie legt in Frankfurt deutlich zu

Die Aktie der Citigroup, die im Zuge der Finanzkrise und der staatlichen Hilfspakete rund 95 Prozent ihres Werts verlor und zuletzt zeitweise weniger als einen Dollar kostete, legte am Dienstag in Frankfurt zeitweise um bis zu 15 Prozent auf 94,9 Euro-Cent zu. Andere Bank-Titel profitierten von dem Zeitungsbericht und den vermeintlichen Aussagen Pandits und legten ebenfalls deutlich zu. Das Papier der Deutschen Bank stieg zuletzt um bis zu 6,5 Prozent auf 20,585 Euro und baute damit die Kursgewinne der vergangenen Tage aus. In Großbritannien legten die Papiere der noch nicht vom Staat gestützten Barclays Bank und HSBC deutlich zu. Barclays-Aktien verzeichneten zweistellige Kursgewinne.

Experte: Aussagen nehmen Druck aus dem Kessel

Händler fühlten sich durch die Aussagen Pandits an Ackermann vom Montag erinnert. Am Dienstag sei die Reaktion allerdings stärker. "Es war schon bemerkenswert, wie schwach der Markt gestern auf unglaublich gute Aussagen von Josef Ackermann reagiert hat", sagte Thilo Müller, Geschäftsführer bei MB Fund Advisory. "Dass der Citigroup-Chef jetzt mit gespiegelten Aussagen auf den Plan getreten ist, nimmt dem Sektor deutlich Druck aus dem Kessel." Dies deute darauf hin, dass die ein oder andere Adresse im April mit Erstquartalszahlen überraschen und so Analysten auf dem falschen Fuß erwischen könnte, so Müller weiter.

Citi-Chef: Aktienkurs keine Indikator für Stärke der Bank

Pandit versucht in der Mitteilung zudem die Bedeutung des Aktienkurses herunterzuspielen. Der Aktienkurs sei kein Indikator für die finanzielle Stärke der Bank. Er sieht den Buchwert der Aktie bei 3,82 Dollar. Die derzeit laufende Umwandlung von staatlichen Vorzugsaktien in Stammaktien belaste das Papier technisch. Nach der Ende Februar angekündigten Wandlung in Stammaktien, bei der neben dem Staat noch zahlreiche private Investoren mitmachen, werde das Eigenkapital wie bereits bekannt bei rund 81 Milliarden Dollar liegen. Die Bank wäre dann nach Darstellung Pandits vergleichsweise gut mit Kapital ausgestattet.

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