Sie sind hier: Home > Finanzen > Unternehmen >

VW: Autoabsatz sinkt zum Jahresbeginn


Volkswagen  

VW-Absatz sinkt zum Jahresbeginn

12.03.2009, 14:43 Uhr | sky, dpa-AFX, t-online.de, dpa

VW mit Absatzrückgang zum Jahresbeginn (Foto: AP)VW mit Absatzrückgang zum Jahresbeginn (Foto: AP) Europas größter Autokonzern Volkswagen hat in den ersten beiden Monaten des Jahres 2009 angesichts der dramatischen Krise in wichtigen Märkten einen Absatzeinbruch erlitten. Die Auslieferungen sanken im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent auf rund 809.000 Fahrzeuge, wie VW in Wolfsburg mitteilte. Die Kernmarke Volkswagen überzeugte jedoch

Top Ten - Deutschlands älteste Unternehmen
Quiz - Wie gut kennen Sie Volkswagen?
Beliebte Autohersteller - Deutschlands wertvollste Marken
Märklin, Pfaff oder Grundig - Insolvente Traditionsunternehmen

Abwrackprämie beflügelt

Ein "Lichtblick" sei Deutschland. Die Abwrackprämie habe zu einem Ansturm auf die Autohäuser geführt. Gemessen an den Auftragseingängen sei der Februar für VW der mit Abstand beste Monat seit der Wiedervereinigung gewesen. Die Auslieferungen für die Marke Volkswagen Pkw stiegen um 20 Prozent. Die VW-Aktie schwankte nach den detaillierten Zahlen und gewann zuletzt rund 1,4 Prozent.

Schlechte internationale Geschäfte

Der erfreulichen Entwicklung in Deutschland stünden allerdings unverändert dramatische Einbrüche in den USA, Japan und Europa gegenüber, sagte VW-Vorstandschef Martin Winterkorn. VW gehe für das Jahr 2009 von einem weltweiten Gesamtmarkt unterhalb der 50-Millionen-Marke aus. Im Vorjahr lag der Markt noch bei 55 Millionen Neufahrzeugen. VW rechnet für das laufende Jahr früheren Aussagen zufolge konzernweit mit einem Absatzeinbruch von rund zehn Prozent.

VW und Audi überzeugen

Der Automobilkonzern Volkswagen steigerte im vergangenen Jahr dank der guten Entwicklung bei der Kernmarke VW das operative Ergebnis um drei Prozent auf 6,3 Milliarden Euro. Bei Volkswagen Pkw legte das operative Ergebnis um fast 40 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro zu, nach 1,9 Milliarden im Vorjahr. Damit leistete die Kernmarke einen fast ebenso großen Beitrag zum operativen Ergebnis wie die Tochter Audi. Die Ingolstädter erreichten mit 2,8 Milliarden Euro eine Steigerung von 2,5 Prozent.

Seat und Finanzen schwach

In die roten Zahlen rutschte dagegen die spanische Tochter Seat, die einen Fehlbetrag von 78 Millionen Euro verbuchte. Im Vorjahr stand bei Seat noch ein Gewinn von acht Millionen Euro in den Büchern. Erst gestern entschied der Konzern mit dem Mazda-Manager James Muir einen neuen Seat-Chef zu benennen. Rückläufig entwickelte sich auch das Finanzdienstleistungsgeschäft: Dort sank das operative Ergebnis um fast sieben Prozent auf 893 Millionen Euro. Die schwedische Lkw-Tochter Scania steuerte nach der Mehrheitsübernahme im Jahr 2008 erstmals 417 Millionen Euro zum Konzernergebnis bei. Bei VW Nutzfahrzeuge stieg das operative Ergebnis um 23 Prozent auf 375 Millionen Euro.

Auf den Fersen von Toyota

Winterkorn bekräftigte, VW wolle zu den Gewinnern der Krise gehören. "Wir spielen weiterhin auf Angriff. Unser Ziel haben wir dabei fest im Blick: Die Spitze der Automobilindustrie." Größter Autobauer der Welt ist derzeit Toyota. VW ist bislang nach dem US-Autobauer General Motors, der ums Überleben kämpft, die Nummer drei weltweit.

VW gibt sich vorsichtig

Nach Rekordzahlen im vergangenen Jahr stellt sich der VW-Konzern aber zunächst auf ein schwierigeres Jahr 2009 ein und erwartet Rückgänge bei Umsatz und Ergebnis. Das Unternehmen erwartet einen Absatzrückgang von zehn Prozent, der Weltmarkt werde sich um 15 Prozent abschwächen. 2008 war das operative Ergebnis gegen den Branchentrend um 3,0 Prozent auf den Rekordwert von 6,3 Milliarden Euro gestiegen, wie VW bereits bekanntgegeben hatte. Unterm Strich blieb ein Gewinn von rund 4,7 Milliarden Euro - 13,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich um 4,5 Prozent auf 113,8 Milliarden Euro.

Mehr Themen:
Opel-Krise - Merkel lehnt Scheinhilfen ab
Stellenabbau trotz Rekordgewinn - Empörung bei Total
Schwierigkeiten - Gerüchte um Insolvenz von Reader's Digest
Gehalts-Check -


Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal