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Mineralöl: Heizölpreis auf Vier-Jahrestief


Energie  

Heizölpreis auf Vier-Jahrestief

16.03.2009, 11:29 Uhr | cs, dapd, t-online.de

Heizöl wird immer billiger  (Quelle: imago images)Heizöl wird immer billiger (Quelle: imago images) Heizöl ist in Deutschland derzeit so billig wie seit Mai 2005 nicht mehr. Ein Liter kostet nach Angaben des Hamburger Fachdienstes EID durchschnittlich 47,5 Cent. Verantwortlich für den Preisverfall ist die Wirtschaftskrise, die zu einem dramatischen Nachfrageeinbruch bei Öl führte und so die Preise purzeln ließ. Den niedrigen Preisen droht aber ein schnelles Ende, denn die OPEC dreht den Ölhahn immer weiter zu.

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Heizöl- und Dieselpreise sinken

Neben Heizöl profitierten auch Dieselkraftstoffe, die nach der Erhebung von Donnerstag mit durchschnittlich 1,01 Euro vergleichsweise billig zu haben waren. Superbenzin lag dagegen bei 1,19 Euro pro Liter. Vor allem bei Heizöl und Diesel zeigt die Wirtschaftskrise Auswirkungen. Wenn etwa weniger Lkw-Verkehr unterwegs ist, sinkt beispielsweise die Nachfrage nach Diesel.

Rohölpreis steigt aber wieder

Den niedrigen Preisen droht allerdings ein schnelles Ende: Der Preis für WTI-Öl ist am Freitag auf 48,02 Dollar pro Barrel (159 Liter) gestiegen, nachdem er schon am Vortag um fast 5 Dollar nach oben klettern konnte. Ursache dafür ist die Erwartung, dass die Organisation erdölexportierender Staaten (OPEC) bei einem Treffen am Sonntag in Wien eine weitere Produktionskürzung um 500.000 bis 1 Million Barrel pro Tag beschließen wird.

Öl-Förderung bereits gesenkt

Die Öl-Länder hatten in den vergangenen Monaten die Förderung bereits um 4,2 Millionen Barrel pro Tag zurückgenommen. Sie konnten aber den Ölpreis damit nicht in die Höhe zwingen, weil die Wirtschaftskrise die Nachfrage nach Energie deutlich verringert hat. Jetzt stehen die Ölländer vor der Frage, ob sie mitten in der Weltwirtschaftskrise die Ölversorgung tatsächlich spürbar verknappen wollen. Denn falls der Ölpreis nun explodiert, könnte das die Krise weiter verschärfen.

Ölverbrauch sinkt weltweit

Unterdessen senkte die Internationale Energie Agentur erneut ihre Vorhersage für den weltweiten Ölverbrauch. Die Pariser Experten rechnen nur noch mit einer Nachfrage von 84,4 Millionen Barrel am Tag für das Jahr 2009. Das wären 1,5 Prozent weniger als vor einem Jahr.

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