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Versicherungen: Manager kassieren trotz Finanzkrise Millionen


Bonuszahlungen  

Vorstände der Versicherer kassieren trotz Krise Millionen

16.03.2009, 12:31 Uhr | mash, t-online.de, dpa

Michael Diekmann, Vorstandsvorsitzender der Allianz (Foto: ddp)Michael Diekmann, Vorstandsvorsitzender der Allianz (Foto: ddp) Die Vorstände der großen deutschen Versicherungskonzerne kassieren trotz kräftigen Gegenwinds durch die Finanzkrise millionenschwere Boni. Das geht aus den Geschäftsberichten von Europas größtem Versicherungskonzern Allianz und des weltgrößten Rückversicherers Münchener Rück hervor, die in München veröffentlicht wurden.

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Bonuszahlungen zwar geringer, aber dennoch millionenschwer

Demnach verringerten sich zwar die Bonuszahlungen bei beiden Unternehmen im Vorjahresvergleich erheblich. Alleine der Allianz-Vorstand kommt aber immer noch auf Erfolgsprämien von insgesamt rund 9,5 Millionen Euro. Der Versicherer hatte wegen milliardenschwerer Belastungen durch das mittlerweile an die Commerzbank verkaufte Sorgenkind Dresdner Bank im vergangenen Jahr ein Minus von 2,4 Milliarden Euro eingefahren. Es war erst der zweite Jahresverlust in der 119-jährigen Geschichte des Unternehmens.


Über sechs Millionen Verdienstverlust bei Münchener Rück

Bei der Münchener Rück belief sich der Jahresbonus für die acht Vorstandsmitglieder auf zusammen 2,5 Millionen Euro. Im Vorjahr, als der Rückversicherer noch einen Rekordgewinn von 3,9 Milliarden Euro verbucht hatte, waren es noch mehr als 10 Millionen Euro an Bonuszahlungen gewesen. Insgesamt verdiente der Münchener-Rück-Vorstand im vergangenen Jahr 10,7 Millionen Euro und damit 6,2 Millionen Euro weniger als im Vorjahr. Wegen der Verwerfungen an den internationalen Kapitalmärkten war der Überschuss der Münchener Rück 2008 um mehr als die Hälfte auf 1,5 Milliarden Euro eingebrochen.


Münchener Rück - Chef kritisiert Bonuszahlungen

Allianz-Chef kommt auf 27 Prozent weniger Gehalt

Die Gesamtbezüge der Allianz-Vorstände gaben im Jahresvergleich um fast ein Drittel auf 26,3 Millionen Euro nach. Top-Verdiener war Allianz-Chef Michael Diekmann, der allerdings mit 3,8 Millionen Euro rund 27 Prozent weniger erhielt als vor einem Jahr. Der Anfang des Jahres aus dem Vorstand ausgeschiedene frühere Dresdner-Bank-Chef Herbert Walter blieb 2008 mit 1,06 Millionen Euro und fast um zwei Drittel unter dem Vorjahresbezügen. Er erhält allerdings - wie bereits bekannt - zudem für die vorzeitige Auflösung seines Arbeitsvertrags eine Abfindung von knapp 3,6 Millionen Euro. Die Dresdner Bank war tief in den Strudel der Finanzkrise geraten und hatte ihre einstige Konzernmutter Allianz im vergangenen Jahr mit einem Minus von 6,4 Milliarden Euro schwer belastet.

Keine Prognosen für das laufende Jahr

Eine Prognose für das laufende Jahr wagt die Allianz derzeit angesichts der anhaltend schwierigen Lage an den Kapitalmärkten nicht. "Wir befinden uns im schwersten wirtschaftlichen Abschwung seit Jahrzehnten, und in diesem Umfeld ist eine verlässliche Ergebnisprognose für 2009 nicht möglich", hieß es in dem Geschäftsbericht.

"Kennzahlen des operativen Geschäfts sind solide"

"Die Kennzahlen des operativen Geschäfts sind solide", hieß es in dem Bericht weiter. "Der Hauptanteil unserer operativen Erträge stammt aus dem Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft, das von der Finanzmarktkrise am wenigsten betroffen ist." Selbst wenn eine schwere Rezession zu einem Umsatzrückgang führen würde, sei der kurzfristige Einfluss auf das operative Ergebnis nicht signifikant. "Unsere Dividenden- und Zinseinkünfte sind robust", erklärte das Unternehmen.

"Klaus" und "Quinten" kosten die Allianz Millionen

Naturkatastrophen haben die Allianz seit Jahresbeginn 236 Millionen Euro vor Steuern gekostet. Alleine der Orkan "Klaus" im Südwesten Frankreichs und in Teilen Spaniens schlug mit 163 Millionen Euro zu Buche. Hinzu kam der Sturm "Quinten" in Frankreich, der den Versicherer mit 32 Millionen traf. Die verheerenden Buschfeuer in Australien im Februar kosteten die Allianz rund 41 Millionen Euro. Bei den Buschfeuern waren mindestens 209 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 1800 Häuser brannten nieder und rund 7500 Menschen wurden obdachlos.

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