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Deutsche Börse: Gerüchte um Ausstieg der Hedge Fonds


Deutsche Börse  

Gerüchte um Hedge-Fonds-Ausstieg bei Deutscher Börse

16.03.2009, 16:56 Uhr | mash, t-online.de, dpa-AFX

Die Frankfurter Börse (Foto: imago)Die Frankfurter Börse (Foto: imago) Die Deutsche Börse ist möglicherweise die aufsässigen Großaktionäre TCI und Atticus los. Knapp vier Jahre nach dem folgenschweren Aufstand der beiden mächtigen Hedge Fonds gegen das Management der Deutschen Börse kursieren im Markt Gerüchte über ihren Ausstieg bei dem DAX-Konzern.

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Börse weiß offiziell von nichts

Nach Informationen der "Wirtschaftswoche" aus Finanzkreisen in Frankfurt und London sollen die Fonds einen Großteil ihres Anteils von zusammen 19,3 Prozent schon im vergangenen Jahr über Finanzinstrumente abgegeben haben. Ein Sprecher der Deutschen Börse sagte dazu auf Anfrage: "Der Deutschen Börse AG liegt keine neue Meldung über Veränderungen des Aktienbesitzes der Aktionäre TCI und Atticus vor."

"Verhältnis zu Investoren ist professionell"

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Börse AG, Reto Francioni, sagte der "Wirtschaftswoche": "Auch die Hedge Fonds als Aktionäre der Deutschen Börse haben gesetzliche Meldepflichten zu beachten. Verkäufe wurden bisher nicht gemeldet. Solange sich das nicht ändert, sind sie unsere Miteigentümer, mit allen Rechten und Pflichten." Bei der Bilanzvorlage am 25. Februar hatte Francioni betont: "Unser Verhältnis zu den Investoren ist professionell, wir stehen da in ständigem Austausch."

Experten vergleichen Fall mit VW und Porsche

Experten halten es jedoch für möglich, dass die Hedge Fonds an der Finanzaufsicht BaFin und den Meldepflichten vorbei zumindest einen Teil ihrer Anteile verkauft haben - ähnlich wie es im umgekehrten Fall dem Autozulieferer Schaeffler gelungen war, heimlich Anteile des Konkurrenten Continental zu erwerben, oder dem Sportwagenhersteller Porsche, sich die Mehrheit an VW zu sichern.

Kauf der Londoner Börse vereitelt

Die beiden Hedge Fonds hatten im Mai 2005 einen Führungswechsel bei der Deutschen Börse durchgesetzt: TCI und Atticus war es damals gelungen, die Mehrheit der Deutsche-Börse-Aktionäre zu mobilisieren und die geplante Übernahme der Londoner Börse LSE zu verhindern. Schließlich brachten sie die damalige Führungsspitze Werner Seifert (Vorstandschef) und Rolf Breuer (Aufsichtsratschef) zu Fall. Die durch den verhinderten LSE-Kauf freigewordenen Gelder flossen über Aktienrückkäufe und Sonderausschüttungen den Anteilseignern zu.

Offenbar zur Zeit keine konkreten Fusionspläne

Zuletzt hatten TCI und Atticus wiederholt vergeblich eine Zerschlagung des Konzerns gefordert, weil sie sich von einem solchen Schritt mehr Profit versprachen. Francioni betonte in dem Interview: "Hätte man das einmalige integrierte Geschäftsmodell zerstört, wäre Wert in hohem Umfang vernichtet worden." Zu möglichen Fusionen sagte Francioni erneut: "Wir prüfen ständig eine Vielzahl von strategischen Optionen. Allerdings muss für uns jeder Schritt Wert schaffen, und dies müssen die meisten der anderswo erfolgten Großfusionen erst noch beweisen."

Börse tut sich mit Prognosen schwer

Ins Jahr 2009 ist die Börse laut Francioni nicht gut gestartet: "Der Januar war nicht gut, verglichen mit dem Vorjahresmonat 2008. Der Februar war weniger schlecht." Es sei angesichts der Wirtschaftskrise "schwierig wie nie, Prognosen zu machen". 2008 hatte der DAX-Konzern den ersten Milliardenüberschuss seiner Geschichte erwirtschaftet, das Management hatte aber bereits bei der Bilanzvorlage die Erwartungen für 2009 gedämpft.

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