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Rohstoffe: Bergbaukonzern Rio Tinto hofft auf China


Rohstoffe  

Rio Tinto glaubt an Erholung durch China

17.03.2009, 13:51 Uhr | sky, dpa-AFX, t-online.de

Zug mit Eisenerz von Rio Tinto (Foto: dpa)Zug mit Eisenerz von Rio Tinto (Foto: dpa) Der taumelnde Rohstoff-Riese Rio Tinto macht sich selbst Mut: China spielt nach Ansicht des australisch-britischen Bergbaukonzerns eine entscheidende Rolle bei der Erholung der Nachfrage nach Rohstoffen. Zudem werde die Nachfrage dadurch steigen, dass viele Unternehmen nach der Drosselung der Rohstoffförderung ihre Vorräte wieder aufstocken müssten, erläuterte Konzernchef Paul Skinner in Melbourne.

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China soll die Nachfrage ankurbeln

"So wie das Wirtschaftswachstum in China sich rasch abkühlte und sich massiv auf die Nachfrage nach Metall auswirkte, wird es auch mächtig zum Aufschwung beitragen", sagte Skinner. Die Preise für Industriemetalle sind - genau wie die Kurse der Rohstoff-Aktien - in den vergangenen Monaten kräftig gesunken. Kurzfristig zog die Nachfrage aus China die Preise für Nickel, Aluminium, Kupfer und Stahl jedoch wieder nach oben.

Riesige Investitionen im Reich der Mitte

China kauft derzeit verstärkt im Rohstoff-Sektor zu: Das Land pumpt rund 460 Milliarden Euro in seine Binnenwirtschaft und braucht Erz und Stahl für Wohnbauten und Schienen sowie Kupfer für Elektronikteile. Die Regierung in Peking will vor allem die Infrastruktur ausbauen und die armen Provinzen entwickeln, um die Arbeitslosigkeit vor Ort zu bekämpfen. Mit den Investitionen für den Inlandsmarkt soll der Rückgang der Exporte aufgefangen werden.

China fängt schwache US-Nachfrage auf

Das chinesische Programm wirkt sich bereits auf die Lagerbestände in London aus: Der Preis für Kupfer zog jüngst laut Commerzbank auf den höchsten Stand seit vier Monaten an. Die Hoffnung auf konjunkturell bessere Zeiten wiege derzeit offenbar stärker als die trübe Gegenwart, urteilten die Commerzbank-Analysten. So zeigten die jüngst veröffentlichten Daten zum Verarbeitenden Gewerbe in den USA ein trübes Bild: Die US-Industrieproduktion fiel im Februar auf das tiefste Niveau seit April 2002 und die Kapazitätsauslastung auf das Rekordtief von Oktober 1982.

Peking erhöht Anteil an Rio Tinto

Rio Tinto ist mit China eng verbunden: Der hochverschuldete Bergbaukonzern will sich mit einer Finanzspritze von 19,5 Milliarden US-Dollar aus China sanieren. Darauf einigten sich die Manager vor einem Monat. Allerdings müssen noch die Aktionäre von Rio Tinto zustimmen. Nach Auffassung aus Unternehmenskreisen reicht dafür die einfache Mehrheit. Manche Aktionäre sehen in dem Einstieg der Chinesen dagegen einen Ausnahmefall, für den es einer Drei-Viertel-Mehrheit bedürfe.

Anteil soll auf 18 Prozent steigen

Der chinesische Staatskonzern Chinalco will 12,3 Milliarden Dollar in Rio-Tinto-Aktivitäten unter anderem in Australien und Chile investieren. Für 7,2 Milliarden Dollar sollen Wandelanleihen gekauft werden, die bei Bedarf in Aktien getauscht werden können. Damit könnten die Chinesen ihren Anteil an dem angeschlagenen australisch-britischen Konzern auf 18 Prozent erhöhen. Dies ist bislang die größte chinesische Investition im Ausland überhaupt.


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