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"Wall Street Journal": IBM will Sun Microsystems übernehmen


IBM  

Zeitung: IBM will Sun Microsystems übernehmen

23.03.2009, 12:30 Uhr | sky, dpa, t-online.de

IBM will angeblich Sun Microsystems (Foto: dpa)IBM will angeblich Sun Microsystems (Foto: dpa) Der Computerkonzern IBM will einem Pressebericht zufolge den Konkurrenten Sun Microsystems schlucken. Die Übernahme könne noch diese Woche verkündet werden, berichtete das "Wall Street Journal" in seiner Online-Ausgabe. Die Zeitung beruft sich auf mit der Situation vertraute Personen. Der Kaufpreis wird auf mindestens 6,5 Milliarden Dollar veranschlagt, was rund das Doppelte des derzeitigen Börsenwerts wäre. Allerdings, so schränkten die Personen ein, könne das Geschäft auch noch in letzter Minute platzen. Die Unternehmen kommentierten die Informationen nicht.

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IBM dank Service stärker

Beide Konzerne stellen Großrechner und die passende Software her, beide sind beim offenen Betriebssystem Linux engagiert und beide sind wenig abhängig vom Prozessorenprimus Intel. IBM hat allerdings durch sein starkes Dienstleistungsgeschäft die Wirtschaftsflaute wesentlich besser wegstecken können als Sun. IBM bietet unter anderem Technologieberatung und die Auslagerung von IT an. Diese Services versprechen hohe Profite, weshalb IBM in diesem Jahr trotz der Rezession mit einem neuerlichen Rekordergebnis rechnet.

Sun-Aktie hebt ab

Die Börse schenkte der Meldung des "Wall Street Journal" Glauben: Die Sun-Aktie schoss im Frankfurter Handel um fast 70 Prozent auf 6,22 Euro davon. Der Titel hatte sich seit dem Hoch Anfang 2007 bei 20,68 Euro gezehntelt und Anfang 2009 einen Kurs von 2,21 Euro markiert. Die IBM-Aktie gab um 0,6 Prozent auf 69,50 Euro ab.

Verluste von Sun bei Software

Auch Sun hat sein Dienstleistungsangebot deutlich ausgebaut, das Hauptgeschäft macht das Unternehmen allerdings immer noch mit seiner Hardware. Das hat in der Vergangenheit immer wieder zu roten Zahlen geführt, ist der Markt doch heiß umkämpft und darüber hinaus anfällig für konjunkturelle Schwankungen. Alleine im vergangenen Jahr fiel ein Verlust von 209 Millionen Dollar an. Sun streicht deshalb jeden fünften seiner weltweit 33.000 Arbeitsplätze. Bei IBM arbeiten mehr als 400.000 Menschen.



IBM durch Sun stärker bei Servern

Neben Sun und IBM zählen Hewlett-Packard (HP) und Dell zu den größten Server-Herstellern der Welt. Zum Einsatz kommen die Rechner in Computernetzen großer Unternehmen. Über Server läuft auch der Datenverkehr im Internet. Durch den Sun-Kauf würde IBM seine Stellung in all diesen Sparten ausbauen, schreibt das "Wall Street Journal".

Cisco greift an

Der Markt ist am Montag jedoch noch ein Stück enger geworden. Der Netzwerkausrüster Cisco Systems hatte seinen Einstieg ins Server-Geschäft bekanntgegeben und will die Konkurrenz mit einem Rundum-Angebot aus einer Hand angreifen. Cisco hat sich dafür unter anderem mit Intel und dem Windows-Hersteller Microsoft verbündet. Mit seinem neuen Angebot dringt Cisco direkt in ein Geschäftsfeld vor, das bislang von IBM und HP dominiert wird.

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