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HSH Nordbank baut Vorstand massiv um


Landesbanken  

HSH Nordbank baut Vorstand massiv um

19.03.2009, 11:44 Uhr | mash, t-online.de, dpa

Bei der HSH Nordbank rollen die Köpfe der Vorstände (Foto: imago)Bei der HSH Nordbank rollen die Köpfe der Vorstände (Foto: imago) Bei der stark angeschlagenen HSH Nordbank steht laut einem Magazinbericht ein massiver Umbau des Vorstands an. Bis auf Bank-Chef Dirk Jens Nonnenmacher sollen die restlichen vier Vorstände gehen, berichtet das "manager magazin" in seiner neuen Ausgabe unter Berufung auf den Aufsichtsrat der Bank.

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Anteilseigner unterstützt Pläne

Der erst im November 2008 berufene Vorstandschef wolle die frei werdenden Vorstandsposten sowie das derzeit unbesetzte Ressort des Risikochefs mit externen Kandidaten besetzen, schreibt das "manager magazin". Betroffen wären die Vorstände Peter Rieck, Bernhard Viskier, Jochen Friedrich und Frank Roth. Nach Informationen der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX billigt auch Anteilseigner Christopher Flowers den Plan ausdrücklich und hat dies dem Aufsichtsrat und den Bundesländern Hamburg und Schleswig-Holstein bereits schriftlich mitgeteilt.

Handel mit Risikopapieren stürzt HSH ins Unglück

Mit dem Umbau wolle Nonnenmacher einen Schlussstrich unter die jüngste Serie von Misserfolgen des einstigen Hoffnungsträgers der Landesbankenszene ziehen und einen Neuanfang machen. Die Bank geriet wegen ihrer hohen Investitionen in risikoreiche Papiere unter die Räder und musste zuletzt mit Milliardenhilfen der Bundesländer Hamburg und Schleswig-Holstein gestützt werden.

Entscheidung über Rettung wird vertagt

Die Rettung der HSH Nordbank ist auch erneut Thema in den zuständigen Ausschüssen des schleswig-holsteinischen Landtags. Erstmals stehen den Abgeordneten dabei der Chef der Bankenaufsicht BaFin, Jochen Sanio, und der Leiter des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin), Hannes Rehm, Rede und Antwort. Die eigentlich für die kommende Woche vorgesehene Entscheidung will der Landtag auf Anfang April verschieben.

Toxische Papiere sollen in Bad Bank abgewickelt werden

Der 45-jährige Nonnenmacher versucht, das Ruder mit einer Konzentration auf das Kerngeschäft - der Finanzierung von Flugzeugen, Schiffen und Immobilien - herumzureißen. Die Bilanzsumme solle in den kommenden zweieinhalb Jahren auf 100 Milliarden Euro halbiert werden und risikobehaftete Papiere in einer geplanten sogenannten "Abbaubank" abgewickelt werden, heißt es in dem Bericht weiter. Der Vorstandschef habe einen ehemaligen Spitzenbanker als Nachfolger des als amtsmüde geltenden HSH-Aufsichtsratschefs Wolfgang Peiner vorgeschlagen.

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