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Wirtschaftskrise zwingt ThyssenKrupp zum Stellenabbau


Stahlkonzern  

Krise zwingt ThyssenKrupp zum Stellenabbau

20.03.2009, 18:03 Uhr | lgs, dpa

Der größte deutsche Stahlkonzern leidet unter der Wirtschaftskrise (Quelle: imago images)Der größte deutsche Stahlkonzern leidet unter der Wirtschaftskrise (Quelle: imago images) Die Wirtschaftskrise zwingt den größten deutschen Stahlkonzern ThyssenKrupp zu einem massiven Stellenabbau. Die Größenordnung der geplanten Einschnitte ist derzeit noch unklar. Einen Bericht der "Financial Times Deutschland", wonach der Abbau von 3000 Arbeitsplätzen in dem Konzern geplant sei, wollte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage nicht bestätigen. Auch bei der Gewerkschaft IG Metall war die Zahl von 3000 bedrohten Arbeitsplätzen nicht bekannt.

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ThyssenKrupp: Krise verschärft sich zunehmend

Bereits im vergangenen Monat hatte Konzernchef Ekkehard Schulz im Zuge der sich verschärfenden Krise einen nicht näher bezifferten Personalabbau angekündigt. Im Zeitraum von Anfang Oktober bis Ende Februar seien in dem Konzern weltweit bereits 3000 Stellen gestrichen worden, so Schulz damals. Rund 2000 davon seien Arbeitsplätze von Leiharbeitern gewesen. Einen weiteren Stellenabbau stellte der Konzernchef vor allem in der von der Krise besonders hart betroffenen Stahlsparte in Aussicht. Auch Garantien für Standorte könne es nicht geben, hieß es.


Bündelung der Konzernsegmente vorgesehen

Nach Informationen der Zeitung sollen allein bei der Stahlsparte rund 2000 Arbeitsplätze entfallen. Daneben seien der Schiffbau und das Autozuliefergeschäft betroffen. Bereits am Vortrag hatte ThyssenKrupp den Wegfall von mehreren hundert Arbeitsplätzen in der Verwaltung im Zuge eines bevorstehenden Konzernumbaus angekündigt. Dabei sollen die derzeit noch fünf Segmente des Konzerns in zwei Sparten gebündelt werden. Von den dadurch erwarteten Einsparungen von 500 Millionen Euro soll rund die Hälfte auf Personalkosten entfallen. Das Unternehmen ist im zweiten Quartal in die roten Zahlen gerutscht.

Belegschaft reagierte mit massiven Protesten

Eine vor drei Wochen im Aufsichtsrat der ThyssenKrupp Steel getroffene Vereinbarung über einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen habe weiterhin Bestand, hieß es. Zuvor war es zu massiven Protesten der Belegschaft gekommen. Ein IG Metall-Sprecher forderte erneut den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen und den Erhalt der Standorte. Bei ThyssenKrupp waren zum Ende des Geschäftsjahres 2007/08 (30. September) knapp 200.000 Mitarbeiter beschäftigt. Nach einer für für den kommenden Freitag (27.3.) angesetzten Aufsichtsratssitzung will der Konzern weitere Einzelheiten zu dem geplanten Konzernumbau berichten.

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