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Opel-Chef schließt Werksschließungen nicht aus


Autokrise  

Opel-Chef schließt Werksschließungen nicht aus

23.03.2009, 11:15 Uhr | bab, AFP, dapd, t-online.de

Opel-Chef Hans Demant bei der Präsentation des Rettungsplans. (Quelle: AP/dpa)Opel-Chef Hans Demant bei der Präsentation des Rettungsplans. (Quelle: AP/dpa) Opel-Chef Hans Demant hat Werksschließungen zur Sanierung des angeschlagenen Autoherstellers nicht ausgeschlossen. Betriebswirtschaftlich gedacht "wäre das sicher sinnvoll", sagte Demant in einem vorab veröffentlichten Interview mit dem Magazin "Wirtschaftswoche".

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Auch Personalabbau im Gespräch

Außerdem werde unter anderem ein Abbau von Personal erwogen. Die deutschen Standorte könnten wegen ihrer hohen Kosten nicht verschont bleiben. "Das alles sind schmerzhafte Maßnahmen, das ist uns bewusst", sagte Demant. Dennoch müsse das Unternehmen aufgrund seiner Situation an einem umfangreichen Sparprogramm für die europäischen Standorte arbeiten.



Die Opel-Welt: Standorte und Marktanteile (Infografik: dpa)Die Opel-Welt: Standorte und Marktanteile (Infografik: dpa)

Scholz für Staatseinstieg

Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) hat sich unterdessen für einen staatlichen Einstieg bei Opel ausgesprochen. "Ich fürchte mich nicht davor, dass der Staat bei Opel einsteigt", sagte Scholz der "Bild am Sonntag". "Angst sollte man vor so einer Entscheidung nicht haben, es sollte nur keine Dauerperspektive sein." Scholz sprach sich dafür aus, das Unternehmen unter allen Umständen zu retten. "Opel sterben zu lassen, wäre mehr als ein Fehler, es wäre ein unentschuldbares Regierungsversagen", betonte der Minister.

Insolvenz würde Milliarden kosten

Scholz warnte davor, dass eine Opel-Insolvenz die Wirtschaft und Beschäftigten mit Milliarden-Kosten belasten würde. Die betriebliche Altersversorgung der Opel-Mitarbeiter müsse im Falle einer Pleite vom Pensionssicherungsverein gedeckt werden. "Das ist eine Belastung, die wahrscheinlich teurer wäre als alles, was wir an öffentlichen Mitteln aufwenden müssen, um Opel zu retten", sagte Scholz. Wenn ein so großes Unternehmen wie Opel Pleite gehe, koste das schnell viele Milliarden.

Opel braucht einen Partner

Opel-Chef Hans Demant bekräftigte, eine Insolvenz sei keine Alternative. "Wir führen keine Insolvenzgespräche und wollen auch keine führen", sagte er der "Wirtschaftswoche". Er sei zuversichtlich, mit der Politik Lösungen zu finden, die die Zukunft von Opel sicherten. Finanzielle Hilfe von der Konzernmutter General Motors (GM) erwartet Demant nicht. Für die Entwicklung neuer Modelle brauche Opel jedoch einen Partner, räumte Demant ein. Neben dem Mutterkonzern GM, der dies bleiben soll, könne er sich "bei Einzelprojekten strategische Allianzen gut vorstellen".

Kein Investor in Sicht

Ein Investor für Opel ist laut "Spiegel" aber nicht in Sicht. Dies habe Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Homann nach der USA-Reise von Minister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) einer Beamtenrunde gesagt, berichtete das Nachrichtenmagazin unter Berufung auf Teilnehmer. Der Wirtschaftsberater der Kanzlerin, Jens Weidmann, berichtete demnach, dass Opel-Konkurrent Daimler es endgültig abgelehnt habe, das moderne Opel-Werk in Eisenach zu kaufen.

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