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Metro stellt sich auf schwieriges Jahr 2009 ein


Bilanz und Ausblick  

Metro stellt sich auf schwieriges Jahr 2009 ein

24.03.2009, 14:48 Uhr | mmr, dpa , dapd , t-online.de

Cash-und-Carry-Markt Metro (Foto: imago)Cash-und-Carry-Markt Metro (Foto: imago) Deutschlands größter Handelskonzern Metro wagt nach einem Gewinneinbruch 2008 keinen Ausblick auf das laufende Jahr. Die große Unsicherheit in Bezug auf die weltwirtschaftliche Entwicklung erlaube keine zuverlässige Prognose für 2009, teilte die Metro AG am Dienstag mit. Im vergangenen Jahr brach der Konzerngewinn nach Anteilen Dritter um gut die Hälfte auf 403 Millionen Euro ein. Belastet wurde die Metro-Bilanz von den Kosten für die Sanierung der Lebensmitteltochter Real und Abschreibungen auf abgegebenen Adler-Modemärkte.

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Dividende bleibt stabil

Der operative Gewinn der Metro AG stieg bereinigt um Sonderfaktoren, darunter die Real-Sanierung, um 7 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Den Aktionären will die Metro AG eine stabile Dividende von 1,18 Euro je Stammaktie und 1,298 Euro je Vorzugsaktie zahlen. Die Metro-Aktie gehört am Dienstag zu den größten Verlierern unter den DAX-Werten.


Bereinigtes Ergebnis unter Vorjahr

Vor Sonderfaktoren kletterte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 7,1 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Der Anstieg liege damit innerhalb des zu Beginn des Jahres 2008 prognostizierten Korridors von 6 bis 8 Prozent, erklärte der Konzern. Bereinigt um den Einmalaufwand für die Straffung des Real-Ladennetzes lag das betriebliche Ergebnis allerdings nur bei knapp zwei Milliarden Euro und damit unter dem Vorjahreswert von 2,1 Milliarden Euro.

Saturn und Media-Markt bald auch in China (Foto: imago)Saturn und Media-Markt bald auch in China (Foto: imago)

Media-Markt und Saturn bald auch in China

Den stärksten Wachstumsbeitrag lieferten auch im vergangenen Jahr wieder die Elektronikmarktketten Media Markt und Saturn mit einem Plus von 8,9 Prozent. Derzeit werde der Markteintritt von Media-Saturn in China vorbereitet, kündigte der Handelsriese an. Die Vertriebslinie Media-Saturn und die Foxconn Technology Group, das größte staatsunabhängige Unternehmen in China, hätten eine Absichtserklärung für ein Joint Venture unterzeichnet. Der erste Media Markt in China soll 2010 in der Region Shanghai öffnen. "Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bieten sich gesunden Unternehmen auch Chancen. Diese werden wir nutzen", sagte Metro-Chef Eckhard Cordes.



Mit Sparprogramm "voll im Plan"

Mit Blick auf das selbst auferlegte Sparprogramm "Shape 2012" sieht sich die Metro "voll im Plan". Er sei überzeugt, die Steigerung des Ergebnisses um 1,5 Milliarden Euro bis 2012 erreichen zu können, sagte Cordes. Erste Effekte erwarte die Gruppe bereits im laufenden Jahr, signifikante Verbesserungen ab 2011. Angesichts der Konjunkturflaute hatte das Unternehmen als erster großer Handelskonzern im Januar angekündigt, innerhalb der nächsten Jahre weltweit rund 15.000 seiner rund 300.000 Stellen zu streichen. Außerdem sollen die Vertriebslinien, zu denen neben den Elektronikmarktketten auch die Metro-Großhandelsmärkte, die SB-Warenhauskette Real und die Kaufhof-Warenhäuser gehören, künftig allein das Sagen im operativen Geschäft haben. Die Bereiche Finanzen und Controlling sollen dagegen stärker zentralisiert werden.

Trübes erste Quartal

Für das erste Quartal 2009 erwartet die Metro einen Umsatz in etwa auf Vorjahresniveau. Im Januar habe es einen guten Geschäftsverlauf gegeben. Der Februar sei dagegen durch einen fehlenden Verkaufstag durch das Schaltjahr 2008 beeinträchtigt gewesen. Im März wiederum habe sich die Verschiebung des Ostergeschäfts in das zweite Quartal bemerkbar gemacht. Mittelfristig geht der Konzern weiterhin von einem Umsatzwachstum von mehr als sechs Prozent pro Jahr aus. Das betriebliche Ergebnis (EBIT) vor Sonderfaktoren soll um mehr als acht Prozent zulegen.


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