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Landesbanken: Finanzspritze für die LBBW auf der Kippe


LBBW  

Finanzspritze für die LBBW auf der Kippe

25.03.2009, 09:00 Uhr | lgs, dpa , t-online.de

Die LBBW musste einen Milliardenverlust hinnehmen. (Quelle: dpa)Die LBBW musste einen Milliardenverlust hinnehmen. (Quelle: dpa) Die rheinland-pfälzischen Sparkassen verweigern der angeschlagenen Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) vorerst einen Zuschuss zur geplanten Kapitalspritze. Zunächst müssten mit dem Sparkassenverband Baden-Württemberg (SVBW) weitere Gespräche über die künftige Beteiligungsstruktur bei der größten deutschen Landesbank geführt werden. Das entschied die Verbandsversammlung des rheinland-pfälzischen Sparkassenverbandes (SVRP) mit großer Mehrheit in Budenheim bei Mainz. Die rheinland-pfälzischen Sparkassen müssten gemäß ihres LBBW-Anteils von knapp fünf Prozent 246 Millionen Euro zu der Kapitalspritze von fünf Milliarden Euro beisteuern.

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Grundsätzliche Bereitschaft zur Kapitalerhöhung bei der LBBW

Die Gespräche mit dem Sparkassenverband Baden-Württemberg sollen nach Angaben einer SVRP-Sprecherin bereits diese Woche in Stuttgart beginnen. "Ziel muss sein, dass wir in wenigen Wochen endgültige Klarheit über die zukünftige Beteiligungsstruktur haben werden", sagte der Vorsitzende der Verbandsversammlung, Landrat Hans Jörg Duppré (CDU), laut Mitteilung. "In einer weiteren Verbandsversammlung wird dann zu entscheiden sein." Grundsätzlich seien die öffentlich-rechtlichen Institute zwar für eine Kapitalerhöhung bei der LBBW. "Vor dem Hintergrund sich abzeichnender und notwendiger Konsolidierungsmaßnahmen bei den Landesbanken" habe die Versammlung jedoch beschlossen, sich "in der augenblicklich diskutierten Form nicht zu beteiligen", hieß es laut Mitteilung.



Mitglieds-Sparkassen müssten Millionenbetrag aufteilen

Die 246 Millionen Euro, die der rheinland-pfälzische Sparkassenverband zuschießen müsste, würden im Zuge einer Stammkapitalerhöhung auf die 26 Mitglieds-Sparkassen umgelegt, hieß es weiter. Diese müssten laut Verband Beträge zwischen 4,2 Millionen Euro und 19,4 Millionen Euro übernehmen.



LBBW mit 2,1 Milliarden Euro Verlust

Die übrigen Träger der LBBW - die baden-württembergischen Sparkassen, das Land Baden-Württemberg und die Stadt Stuttgart - hatten bereits grünes Licht für die Maßnahme bei der LBBW gegeben. Damit soll die zuletzt auf rund sechs Prozent geschrumpfte Eigenkapitalquote der LBBW auf acht bis neun Prozent angehoben werden. Die LBBW hatte 2008 einen Verlust von 2,1 Milliarden Euro eingefahren. Zwei Drittel der Belastungen im Jahr 2008 hat die Bank nach eigenen Angaben mit der Übernahme der früheren SachsenLB und der Landesbank Rheinland-Pfalz eingekauft.

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