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Brauereien: In der Wirtschaftskrise sprudelt das Billigbier


Bierbranche  

Billigbier sprudelt in der Krise

30.03.2009, 17:57 Uhr | mash, t-online.de, dpa

Karlskrone, das Billigbier von Aldi (Foto: imago)Karlskrone, das Billigbier von Aldi (Foto: imago) Die deutschen Verbraucher sparen in der Wirtschaftskrise auch beim Bier. Nach Einschätzung des Marktführers Radeberger Gruppe steigt der Absatz von Billigbier immer weiter, während das obere Preissegment der Premiumbiere verliere. #

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Jedes vierte verkaufte Bier gehört ins untere Preissegment

"Die Billigstbiere sind 2008 um fünf bis sechs Prozent gewachsen", sagte der scheidende Chef der Radeberger Gruppe, Ulrich Kallmeyer, mit dpa. Der Gesamtabsatz der Premiumbiere sei dagegen im vergangenen Jahr um vier Prozent gesunken. Etwa jedes vierte verkaufte Bier in Deutschland sei bereits ein Billigbier. Das seien Biere, deren Preis in der Größenordnung um die fünf Euro pro Kasten liege.

Absatzrückgang auch durch höhere Preise

Der Billigtrend gehe zu Lasten von Arbeitsplätzen. "Billigbier-Wachstum bedeutet Vernichtung von Wertschöpfung und Arbeitsplätzen", betonte Kallmeyer. Für einen neue Stelle bei Billigbierproduzenten fielen vier Stellen bei Premiumbierherstellern weg. Beispielsweise Werbung und Produktentwicklung gebe es in großem Umfang nur bei den Premiumherstellern. "Wir haben die Innovationen bezahlt, die andere kopieren." Der Absatzrückgang des Premiumsegmentes hänge nicht nur mit der Wirtschaftskrise, sondern auch mit den Preiserhöhungen 2008 von zumeist einem Euro je Kasten (20 Flaschen je 0,5 Liter) zusammen.

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"Marge geht vor Menge"

Die Menge Billigbier, die man seit 2002 abgebaut habe, sei größer als der Jahresausstoß der Flaggschiffmarke Radeberger Pilsner, sagte Kallmeyer. Beim erfolgten Neubau der Brauerei Tucher in Fürth sei eine niedrigere Kapazität angesetzt worden, weil die Produktion von Billigbier für Handelskonzerne zurückgefahren wurde. Derzeit stelle die Radeberger nur noch für einen Handelskonzern Billigbier her. "Handelsware macht lediglich drei Prozent in unserem Absatz aus", verdeutlichte Kallmeyer. Beim Lebensmittelkonzern Oetker, zu dem die Radeberger Gruppe gehört, gelte grundsätzlich: "Marge geht vor Menge."

Radeberger investiert gegen den Billigtrend

Die Radeberger Gruppe gehen gegen den Billigtrend mit Innovationen und Investitionen an. "Wir investieren wie nie zuvor", verdeutlichte Kallmeyer. Das gelte nicht nur für Anlagen, sondern auch für neue Produkte, Werbung und Verpackung. So kämen zwei neue Varianten der Weizenbier-Marke Schöfferhofer auf dem Markt. Dass sich Investitionen auszahlten, zeige Radeberger Pilsner. Die Flaggschiffmarke habe 2008 trotz Preiserhöhung beim Umsatz um sieben Prozent und beim Absatz um drei Prozent zugelegt. Bei der Marke Jever, die Rückgänge verbuchte, würde die vollen Effekte der neue Kampagne 2009 erwartet.

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