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Deutscher Schiffbau in der Krise


Globale Rezession  

Deutscher Schiffbau in der Krise

30.03.2009, 14:26 Uhr | sky, dpa-AFX, dpa, t-online.de

Deutscher Schiffbau spürt die Krise - Blohm&Voss in Hamburg (Foto: imago)Deutscher Schiffbau spürt die Krise - Blohm&Voss in Hamburg (Foto: imago) Der deutschen Schiffbau-Industrie droht ein Verlust von Arbeitsplätzen, falls nicht bald neue Aufträge gewonnen werden. Bislang seien wegen der internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise 40 Aufträge zum Bau von Schiffen im Wert von 1,5 Milliarden Euro storniert worden, 26 weitere Aufträge im Umfang von 1,2 Milliarden Euro seien gefährdet, sagte Herbert Aly, Vorstand der ThyssenKrupp Marine Systems AG (Hamburg), bei der 6. Nationalen Maritimen Konferenz.

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Keine neuen Aufträge mehr

Falls auch die gefährdeten Aufträge nicht gerettet werden könnten, seien die Werften nicht mehr ausgelastet. Im deutschen Schiffbau arbeiten den Angaben zufolge mehr als 20.000 Menschen. Der Auftragseingang bei den deutschen Werften sei seit September 2008 praktisch auf Null zurückgegangen, "wir leben von unserem Auftragsbestand", betonte Aly.


Werften sollen die Nische suchen

Die Branche müsse sich nun vom Massensegment Containerschiffbau wegbewegen und den Bau von Spezialschiffen vorzutreiben, sagte Aly, der auch Vorsitzender im Verband für Schiffbau und Meerestechnik ist. Mit Innovationsförderung, dem Vorziehen öffentlicher Aufträge und mit weiteren maritimen Projekten bei der Entwicklungszusammenarbeit könnten die Auswirkungen der Krise allmählich gedämpft werden.


Steuersenkungen gefordert

Nach Alys Worten werden sich die Seetransportmärkte bald wieder erholen, zeitversetzt werde die Beschäftigung im weltweiten Schiffbau wieder anlaufen. Er warnte aber davor anzunehmen, dass die deutschen Werften in großem Umfang daran teilhaben werden. Der Schiffbau werde ausschließlich über den Preis geregelt. In diesem Zusammenhang wäre die Senkung der Arbeitskosten sowie Steuersenkungen hilfreich für die Branche, betonte Aly.

Welthandel eingebrochen

Die Werften spüren den rückläufigen Welthandel, weil die Reeder immer weniger Schiffe ordern. Denn wegen der globalen Rezession werden immer weniger Güter nachgefragt - die Preise für Waren aller Art sinken. Eine Meldung aus Madrid unterstreicht die deflationäre Tendenz: Spanien ist das erste Land in der Eurozone, in dem die Verbraucherpreise in der Krise im Jahresvergleich gefallen sind. Die Preise rutschten um 0,1 Prozent ab.


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