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Maschinenbau: VDMA erwartet drastischen Produktionsrückgang


Wirtschaftskrise  

Drastischer Auftragseinbruch im Maschinenbau

01.04.2009, 12:29 Uhr | oca, dpa-AFX, t-online.de

Die Lage bei den deutschen Maschinenbauern spitzt sich dramatisch zu. (Quelle: dpa)Die Lage bei den deutschen Maschinenbauern spitzt sich dramatisch zu. (Quelle: dpa) Die Lage bei den ohnehin angeschlagenen deutschen Maschinenbauern spitzt sich dramatisch zu. Nach einer Halbierung der Bestellungen im Februar fürchtet der Branchenverband VDMA nun, dass die Produktion schlimmstenfalls auf das Niveau von 2006 zurückfällt. "Damals war das ein glänzender Wert, aber die Unternehmen haben seitdem ihre Kapazitäten aufgebaut", sagte VDMA-Hauptgeschäftsführer Hannes Hesse.

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Verband erwartet drastischen Produktionsrückgang

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) sieht die Produktion in diesem Jahr um zehn bis 20 Prozent schrumpfen. "Natürlich ist die Tatsache, dass wir unsere Prognose bereits nach sechs Wochen wieder zurücknehmen müssen, auch für uns extrem unbefriedigend", so Hesse. "Doch der dramatische Rückgang von Auftragseingang und auch Umsatz lässt uns keine andere Wahl." Nach fünf Boomjahren hatten die Unternehmen 2008 bei der Produktion den Rekordwert von 194 Milliarden Euro erreicht, 2006 waren es erst 159 Milliarden Euro gewesen.

Hohe Unsicherheit

Dank alter Aufträge hatten die Maschinenbauer noch im Herbst damit gerechnet, die Produktion in diesem Jahr stabil halten zu können. Zu Jahresbeginn waren sie dann von einem Rückgang der Produktion um sieben Prozent ausgegangen. Doch nun steht für den Verband fest: Es geht kräftiger abwärts und eine genaue Prognose ist nicht mehr möglich. "Da nach wie vor unklar ist, ob und wann die Investoren wieder Vertrauen finden, haben wir uns entschlossen, mit einer Bandbreite zu arbeiten", begründete Hesse die ungewöhnliche Entscheidung.

"Das ist einmalig in dieser Form"

Im Februar waren die Bestellungen um 49 Prozent zurückgegangen. "Das ist einmalig in dieser Form", sagte Hesse. Die inländischen wie die ausländischen Kunden hielten sich gleichermaßen zurück. Der Trend der Vormonate setzt sich damit nahtlos fort: Im Dezember waren die Aufträge um 40 Prozent, im Januar dann um 42 Prozent zurückgegangen. Selbst als stabil geltende Zweige wie die Nahrungsmittel-Maschinen vermeldeten kräftige Einbußen. In einzelnen Betrieben gibt es mittlerweile mehr Stornierungen als Bestellungen.

Unternehmen fehlt das Geld

"Das Kernproblem ist die Finanzierung", sagte Hesse. Den Unternehmen fehle das Geld aus den Anzahlungen für die Aufträge. Zugleich knauserten die Banken mit Krediten, besonders bei kleineren Beträgen und langfristigen Projekten. Der VDMA-Hauptgeschäftsführer betonte aber: "Es gibt keine breite Kreditklemme im Mittelstand."

Verband appelliert an die Politik

Hesse forderte die Politik auf, die steuerlichen Rahmenbedingungen zu verbessern, um etwa den Einstieg eines Investors in ein sanierungsbedürftiges Unternehmen attraktiver zu machen. Ziel müsse es letztlich sein, so Hesse, den Unternehmen ihr eigenes Geld zurückzugeben. "Sie werden so in ihren Bemühungen unterstützt, diese Krise aus eigener Kraft zu meistern."

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