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Automarkt in USA: Autokonzerne müssen Absatzeinbrüche hinnehmen


US-Automarkt  

Autokonzerne müssen Absatzeinbrüche hinnehmen

02.04.2009, 12:42 Uhr | cs, t-online.de, dpa

Vor allem schwere Geländewagen entwickeln sich in den USA zu Ladenhütern (Quelle: imago images)Vor allem schwere Geländewagen entwickeln sich in den USA zu Ladenhütern (Quelle: imago images) Der US-Automarkt zeigt sich finster und trostlos und bescherte auch im März den Herstellern hohe zweistellige Absatzeinbrüche. Die Verkäufe sackten im Vergleich zum Vorjahresmonat um bis zu 45 Prozent ab. Die Opel-Mutter General Motors (GM) traf es besonders hart. Aber auch die deutschen Autohersteller mussten kräftige Absatzeinbrüche hinnehmen. Trotz erneut trostloser Absatzzahlen sehen einige Autobauer allerdings erste Hoffnungsschimmer auf dem schwer gebeutelten US-Markt.

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GM-Absatz schrumpft unaufhörlich

Im März sah es allerdings noch finster aus. Den ohnehin am Abgrund stehenden GM-Konzern traf es erneut am härtesten. Die Verkäufe stürzten im Jahresvergleich um 45 Prozent auf 156.380 Fahrzeuge ab. Die Zahl illustriert den dramatischen Niedergang der US-Branche. Vor zwei Jahren hatte GM noch mehr als 365.000 Wagen in Amerika abgesetzt. Im März 2005 waren es sogar noch gut 426.000 Fahrzeuge. GM hängt bereits am Tropf der US-Regierung und bekam zu Wochenbeginn eine letzte Frist von 60 Tagen eingeräumt, um einen radikalen Rettungsplan vorzulegen.

Chrysler verkauft erstmals wieder 100.000 Autos

Beim ebenfalls notleidenden Konkurrenten Chrysler fiel der Absatz um 39 Prozent auf 101.001 Fahrzeuge. Die ehemalige Daimler-Tochter freute sich dennoch, dass die Verkäufe erstmals seit September 2008 in einem Monat die Marke von 100.000 Wagen überschritten hätten. Die US-Regierung betrachtet Chrysler als nicht eigenständig überlebensfähig und macht weitere Milliardenhilfen von einer Partnerschaft mit dem Fiat-Konzern abhängig.

Ford verkauft kaum Geländewagen

Ford - der einzige der drei großen US-Autobauer, der noch ohne staatliche Hilfe auskommt - erlitt im Vergleich zum März 2007 einen Absatzeinbruch von 41 Prozent auf 131.500 Fahrzeuge. Die Verkäufe der Geländewagen fielen im ersten Quartal um zwei Drittel. Alle drei US-Hersteller und auch die meisten ausländischen Konkurrenten hatten versucht, die Verkäufe mit weiteren Rabatten anzuheizen. Gerade erst kündigten Ford und GM den Kunden zudem als Kaufanreiz neue Finanzierungsaktionen und zusätzliche Absicherungen bei Jobverlust an.

Deutsche Autobauer weniger gebeutelt

Die deutschen Autobauer verbuchten verglichen damit deutlich geringere Absatzrückgänge. Sie haben allerdings auch viel kleinere Marktanteile. Bei Volkswagen gab es im Vergleich zum März 2008 ein Minus von 20 Prozent auf 15.720 Fahrzeuge. Die 2300 Verkäufe beim neue Passat-Coupé CC wertete das Unternehmen als Erfolg. Beim in den USA wichtigsten Modell, dem Jetta, gab es ein Minus von mehr als 14 Prozent auf auf knapp 7400 Autos.

Daimler ebenfalls mit Verlusten

Bei Daimler fiel der Absatz der Pkw-Sparte im Jahresvergleich um 23 Prozent auf rund 17.350 Fahrzeuge. BMW verbuchte ein Minus von 23 Prozent auf 21.125 Autos. Wie schon in den vergangenen Monaten war der Absatzrückgang beim Kleinwagen Mini etwas schwächer als bei der Kernmarke. Nordamerika-Chef Jim O'Donnell sah erste Anzeichen einer Besserung. Im Premium-Segment sei man im März und auch über das gesamte erste Quartal Marktführer gewesen.

Audi A5 in den USA gefragt

Die Volkswagen-Tochter Audi erlitt einen Rückgang um 19,4 Prozent auf 6433 Fahrzeuge. Ein Lichtblick waren die Verkäufe des A5, die um knapp 42 Prozent zulegten. Der Sportwagen TT und der A4 wurde dagegen massiv weniger nachgefragt. Der Porsche-Absatz fiel im Vergleich zum März 2007 um 27 Prozent auf 1921 Wagen. Der Sportwagenbauer verwies aber auf ein Absatzplus von 15 Prozent im Vergleich zum Februar.

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