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General Motors entwickelt Notfallplan für Opel und Saab


US-Autokrise  

GM entwickelt Notfallplan für Opel und Saab

03.04.2009, 20:25 Uhr | bv, AFP, dpa, t-online.de

Produktion bei Opel - GM arbeitet an Notfallplänen (Quelle: dpa)Produktion bei Opel - GM arbeitet an Notfallplänen (Quelle: dpa) Der ums Überleben kämpfende US-Autobauer General Motors (GM) arbeitet an Notfallplänen für seine Europa-Geschäfte rund um Opel und Saab. Die Verhandlungen mit mehreren europäischen Staaten wie etwa Deutschland über Finanzhilfen könnten womöglich nicht wie erhofft bis Jahresmitte abgeschlossen werden, warnte die Opel-Mutter in einem Zwischenbericht zu ihrem Sanierungsplan. Unterdessen hat in Berlin das Opel-Rettungsteam der Bundesregierung seine Arbeit aufgenommen.

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Milliardenhilfen in Europa einsammeln

GM will bei mehreren europäischen Regierungen Milliardenhilfen einsammeln. Dabei rechnet GM seinem Zwischenbericht zufolge nicht mehr mit einer Unterstützung durch den schwedischen Staat für die Tochter Saab. Opel strebt eine eigenständige Europa-Gesellschaft an und bittet den deutschen Staat um Hilfen von 3,3 Milliarden Euro. Details zu den neuen Notfallplänen für das Europa-Geschäft nannte GM in dem Zwischenbericht nicht.

Spekulationen um "Blitz-Insolvenz" angeheizt

Der neue GM-Chef Fritz Henderson heizte unterdessen die Spekulationen über eine "Blitz-Insolvenz" des US-Konzerns weiter an. Die Autokommission der US-Regierung habe diese Rettungsvariante klar angesprochen, sagte Henderson der "Washington Post". "Sie haben im Grunde klar gemacht, dass eine Insolvenz sehr wohl die richtige Strategie sein könnte." Das Verfahren müsse dann aber im Schnelldurchgang durchgezogen werden, so der GM-Chef. "Tempo ist da alles."

Aufspaltung bei Insolvenz angeregt

Der neue GM-Verwaltungsratschef Kent Kresa sprach sich für eine Aufspaltung des Konzerns aus, sollte es zu einer Insolvenz kommen. Eine Zweiteilung in einen "guten" und einen "schlechten" Teil sei eine "sehr gute Idee", sagte er dem Fachmagazin "Automotive News". Er glaube aber noch, dass sich GM auch ohne Insolvenzverfahren retten könne.

US-Regierung würde Garantie für Autos übernehmen

US-Präsident Barack Obama hat GM bis zum 1. Juni eine letzte Frist für einen neuen Sanierungsplan gesetzt. Die Regierung sicherte zudem GM-Kunden zu, im Notfall die Garantien für ihre Autos zu übernehmen. Der Konzern befürchtet, während eines Insolvenzverfahrens noch weniger GM-Autos verkaufen zu können als ohnehin.

Aus Eins mach Zwei

Henderson und Kresa hatten ihre Positionen erst am Montag übernommen. Zuvor hatte der bisherige GM-Chef Rick Wagoner, der auf Druck Obamas seinen Hut nehmen musste, beide Spitzenämter inne, was bei amerikanischen Kapitalgesellschaften nichts Ungewöhnliches ist.

Opel-Rettungsteam in Berlin gebildet

In Berlin hat inzwischen das Verhandlungsteam seine Arbeit aufgenommen, das die Bundesregierung bei der Rettung von Opel unterstützen soll. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums ist es die Aufgabe des Gremiums, einen kurzen Draht zwischen Staatssekretären der beteiligten Ressorts einzurichten. Die Zusammensetzung wurde offiziell nicht mitgeteilt, neben Wirtschafts-Staatssekretär Jochen Homann als Vorsitzendem ist Medienberichten zufolge Staatssekretär Jörg Asmussen aus dem SPD-geführten Bundesfinanzministerium vertreten. Möglicherweise sollten laut Wirtschaftsministerium auch Ländervertreter hinzugezogen werden.

Fragen an die US-Regierung

Das Verhandlungsteam soll die deutschen Interessen gegenüber dem Opel-Mutterkonzern GM und der US-Regierung vertreten. Dabei soll auch ein Fragenkatalog erarbeitet werden, der dann der US-Regierung vorgelegt werden soll. Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hatte angekündigt, dass auch Investmentbanker und Wirtschaftsfachleute mitwirken sollen.

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