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Metallindustrie: Arbeitgeber fordern Verzicht auf Lohnerhöhungen


Arbeit  

Metallarbeitgeber fordern Verzicht auf Lohnerhöhungen

06.04.2009, 13:15 Uhr | bv, dpa, dapd, t-online.de

DGB-Chef Michael Sommer (l.) und Gesamtmetall-Chef Martin Kannegiesser (Quelle: imago images)DGB-Chef Michael Sommer (l.) und Gesamtmetall-Chef Martin Kannegiesser (Quelle: imago images) Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser hat die Arbeitnehmer aufgefordert, auf die zweite Stufe der vereinbarten Lohnerhöhung in Höhe von 2,1 Prozent im Mai zunächst zu verzichten. Zur Begründung sagte Kannegiesser der "Bild am Sonntag": "Die wirtschaftlichen Kennzahlen der Metall- und Elektro-Industrie befinden sich im Sturzflug. Eine Trendwende ist nicht in Sicht." Die IG-Metall wies Kannegiessers Forderung umgehend zurück. Derweil hat DGB-Chef Michael Sommer die Unternehmen vor Entlassungen gewarnt.

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Kostenentlastung durch Verschiebung der Lohnerhöhung

Kannegiesser sagte der Zeitung: "Wir müssen begreifen: In einer schrumpfenden Wirtschaft wird das Einkommen aller ein Stück sinken. Die Betriebsräte können helfen, indem sie die tariflichen Möglichkeiten zur Kostenentlastung nutzen wie zum Beispiel die Verschiebung der zweiten Lohnstufe des Tarifvertrags von 2,1 Prozent. Die Gewerkschaften sollten solche Maßnahmen unterstützen - Arbeitsplatzsicherung hat jetzt Vorrang vor Einkommenssicherung!"

IG Metall weist Forderung nach Verzicht zurück

Die IG Metall hat die erneute Forderung der Arbeitgeber nach Verschiebung der für den Mai vereinbarten Tariferhöhung zurückgewiesen. Die Arbeitgeber wollten auf Kosten der Arbeitnehmer Kapital aus der Krise schlagen, kritisierte der Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, in einer Mitteilung.

Jobabbau in der Metallbranche beschleunigt sich

Nach Angaben von Kannegiesser hat sich der Beschäftigungsabbau in der Metall- und Elektroindustrie zu Jahresbeginn beschleunigt. So habe die Branche allein im Januar 20.000 Beschäftigte verloren. Im November und Dezember vergangenen Jahres hatte der Rückgang insgesamt noch 13.000 Jobs betragen. Die Zahl der Arbeitslosen in den Metall- und Elektroberufen sei im März gegenüber dem Vorjahr um 30 Prozent gestiegen.

Anträge auf Kurzarbeit für eine Million Metaller

Die Betriebe der Branche, so Kannegiesser weiter, hätten mittlerweile "für mehr als eine Million Beschäftigte" Kurzarbeit beantragt. Kannegiesser: "Kurzarbeit kann aber nur Überbrückung sein, schon weil die meisten Betriebe das finanziell kaum 12 oder 18 Monate durchhalten können. Ihre festen Kosten laufen weiter, ohne dass entsprechende Umsätze und Einnahmen gegenüberstehen."

DGB kündigt Widerstand gegen Entlassungen an

DGB-Chef Michael Sommer hat die Unternehmen in Deutschland derweil vor Arbeitsplatzabbau gewarnt. Wenn Arbeitgeber glaubten, mit Entlassungen die Krise meistern zu können, werde es "heftige Auseinandersetzungen mit Belegschaften und Gewerkschaften" geben, sagte Sommer der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Auch für übernommene Azubis Kurzarbeit möglich

Er kritisierte, dass viele Unternehmen aufgrund der Wirtschaftslage Auszubildende nicht übernähmen. "Es kann nicht angehen, dass ausgerechnet junge Menschen die ersten und schwersten Opfer bringen sollen", sagte der Gewerkschaftschef und appellierte an die Unternehmen, ausgebildete Fachkräfte trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu übernehmen. Auch dafür stehe notfalls das Instrument der Kurzarbeit einschließlich Qualifizierung zur Verfügung.

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