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HSH Nordbank drohen weitere Milliardenverluste


Finanzkrise  

HSH Nordbank drohen weitere Milliardenverluste

06.04.2009, 13:38 Uhr | mfu, t-online.de, dpa

Die Finanzkrise hat die HSH-Nordbank schwer getroffen (Quelle: dpa)Die Finanzkrise hat die HSH-Nordbank schwer getroffen (Quelle: dpa) Der zurückgetretene schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Werner Marnette (CDU) erwartet weitere Milliardenverluste der HSH Nordbank. Die von den Landesregierungen in Hamburg und Kiel beschlossene Eigenkapitalspritze in Höhe von drei Milliarden Euro sei "Ende dieses Jahres schon verfrühstückt", sagt Marnette dem Magazin "Der Spiegel". Grund seien zu optimistische Annahmen der Nordbank-Führung über die Konjunkturentwicklung und enorme Risiken bei der Finanzierung von Schiffen.

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Kieler Landtag stimmt Rettungspaket für HSH Nordbank zu

Erst am vergangenen Freitag hatte der Landtag in Kiel dem milliardenschweren Rettungspaket für die Bank zugestimmt. Die Bank nach ihrem Verlust von 2,8 Milliarden Euro jetzt zu schließen, hätte Hamburg und Schleswig-Holstein nach Ansicht der meisten Parlamentarier weitaus mehr Geld und darüber hinaus tausende Arbeitsplätze gekostet. Der Abstimmung im Parlament ging eine turbulente Woche voraus, in der der Wirtschaftsminister Werner Marnette seinen Rücktritt erklärte.

Brisante Unterlagen belegen Milliardenrisiken

Vor seinem Abschied habe der Minister nach eigenen Angaben Dokumente einsehen können, die neue Milliardenrisiken der Bank aufzeigen. Dabei handelt es sich um die als Projektstudie zusammengefassten Unterlagen der HSH Nordbank und der von beiden Landesregierungen beauftragten Beratungsunternehmen. Aus denen gehe hervor, "dass 64 Prozent des finanzierten Schiffsportfolios von den Rating-Agenturen schlechter als A eingestuft wurden. Das sind alles Wackelkandidaten". Daher sei es mehr als wahrscheinlich, dass die von beiden Ländern bereitgestellte Bürgschaft von zehn Milliarden Euro "kräftig angeknabbert" und weiteres Kapital benötigt würde.

Marnette: Kieler Landesregierung hofft auf ein Wunder

Die Annahmen der politischen Führung und dem Management der Bank seien viel zu optimistisch. "Die HSH Nordbank hat gut 33 Milliarden Euro Volumen bei der Schiffsfinanzierung. Wollen Sie mir erzählen, dass das Ausfallrisiko da unter ein Prozent liegt", wie es HSH-Vorstandschef Dirk Jens Nonnenmacher behaupte, fragte der Exminister. Marnette wirft der Regierung in Schleswig-Holstein überdies vor die Risken zu verschleiern. Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) und Finanzminister Rainer Wiegard hätten an realistischen Zahlen zur Bewertung der Bank kein Interesse gehabt. "Es mag verrückt klingen, aber ich glaube, Carstensen und Wiegard hofften auf ein Wunder", wird Marnette zitiert.

Dementi aus Kiel

Am Sonntag dementierte die Kieler Landesregierung den Vorwurf Marnettes, dass dessen Bedenken im Kabinett nicht erhört worden seien. "Es wäre schön gewesen, wenn Herr Marnette in seiner Zeit als Minister des Landes Schleswig-Holstein sein Wissen im Kabinett weitergegeben hätte. Niemand hätte ihn daran gehindert", erklärte ein Sprecher.

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