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Automobilindustrie: Scheichs interessieren sich für Opel


Autobauer  

Scheichs interessieren sich für Opel

06.04.2009, 20:11 Uhr | cs, AFP, dapd, t-online.de

Scheichs könnten schon bald bei Opel einsteigenScheichs könnten schon bald bei Opel einsteigen (Quelle: ddp) Bei der Suche nach einem Opel-Investor gibt es mittlerweile konkrete Gespräche mit mehreren Interessenten. Der Chef von General Motors in Europa, Carl-Peter Forster, sagte, der Autobauer rede "mit Interessenten aus der Private-Equity-Branche und mit Staatsfonds". So soll der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers laut "Westdeutscher Allgemeiner Zeitung" (WAZ) das Emirat Abu Dhabi umwerben. Der Bochumer Opel-Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel äußerte sich positiv über ein mögliches finanzielles Engagement des Scheichtums.

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Scheichs haben grundsätzliches Interesse an Opel

"Ich hätte nichts dagegen, wenn ein Scheich aus Abu Dhabi einsteigen würde", sagte Einenkel. Er könne im Moment nicht einschätzen, wie realistisch diese Option sei. Der Vizepremier der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Scheich Hamdan, hatte ein grundsätzliches Interesse an der Automarke angedeutet. Es gebe staatliche Investmentfonds oder private Investoren in den Emiraten, die zu einem solchen Geschäft in der Lage seien. Zunächst einmal wolle man jedoch eine Präsentation einer deutschen Delegation abwarten, wurde Scheich Hamdan von der "WAZ" zitiert. "Eine Entscheidung ist bislang nicht gefallen."

Gespräche mit Rüttgers

Am vergangenen Donnerstag hatte es im Ruhrgebiet ein Gespräch des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers (CDU) mit dem Scheich gegeben. Das Treffen sei auf Vermittlung eines Unternehmers zustande gekommen, sagte ein Regierungssprecher. Dabei sei generell das Interesse der Emirate an wirtschaftlichem Engagement in Nordrhein-Westfalen erörtert worden. Die Berichte über ein Interesse an Opel wollte der Sprecher nicht kommentieren.

Opel-Pleite mit gravierenden Folgen

Einenkel sagte, ein Aus für Opel hätte zur Folge, dass große industrielle Bereiche des Ruhrgebiets und der Emscher-Lippe-Region wegbrechen würden. Deshalb hoffe er, dass die derzeitigen Gespräche mit möglichen Investoren bald zu einem Erfolg führten.

Forderungen an einen neuen Investor

Die Gewerkschaft IG Metall will in den kommenden Tagen Forderungen für den Fall des Einstiegs eines Investors bei Opel aufstellen. Damit wolle die Gewerkschaft die Interessen der Opel-Mitarbeiter "für alle Beteiligten klarstellen", wie der Frankfurter IG-Metall-Bezirkschef und Opel-Aufsichtsrat Armin Schild der "Thüringer Allgemeinen" sagte. Wichtig sei vor allem, dass es beim Einstieg eines fremden Geldgebers keine Kündigungen gebe sowie das technische Potenzial im Unternehmen bleibe und weiterentwickelt werde. Es gebe bereits "Gespräche mit spannenden Investoren", sagte Schild. Spekulationen und Gerüchte aus den vergangenen Tagen jedoch, wer ein solcher möglicher Geldgeber sein könnte, wollte er nicht kommentieren. Diejenigen, die derzeit mit Namen hantierten, hätten "entweder keine Ahnung oder keine guten Absichten", sagte Schild.

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