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Opel-Rettung: Guttenberg plant Reise nach Abu Dhabi


Opel-Rettung  

Mehrere Investoren an Opel interessiert

07.04.2009, 17:45 Uhr | oca/cs, dpa-AFX, t-online.de

Opel-Logo auf einem Firmengebäude (Bild: ddp)Opel-Logo auf einem Firmengebäude (Bild: ddp) Die Suche nach einem Investor für die General-Motors-Tochter Opel kommt voran. Bis zu sieben Bieter hätten Interesse an einer Beteiligung am Europa-Geschäft von General Motors angemeldet, schrieb die "Financial Times" (FT) unter Berufung auf Quellen in den USA. Zugleich treibt General Motors (GM) seine Planungen für eine mögliche Insolvenz als letzten Rettungsweg voran.

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Angebotspapiere werden vorbereitet

Nach dem Bericht der "FT" bereitet die Commerzbank derzeit den Versand der Angebotspapiere an eine "handvoll" möglicher Käufer des Europa-Geschäfts vor. Die Commerzbank berät General-Motors beim Verkauf des Opel-Anteils. Die Papiere könnten bereits in dieser Woche vorgelegt werden. Unter den Interessenten seien Staatsfonds und mindestens eine private Beteiligungsgesellschaft aus Asien, schreibt das Wirtschaftsblatt.


Guttenberg dementiert Berichte

Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) wies Berichte zurück, er plane in den Verhandlungen über die Zukunft von Opel in Kürze eine Reise nach Abu Dhabi. "Es gibt keine konkreten Pläne, aber viele Eventualitäten", sagte Guttenberg in Moskau am Rande seines Antrittsbesuchs in Russland. "Ich werde erst dann mit jenen sprechen, wenn die Gespräche auch Substanz erwarten lassen", sagte der CSU-Politiker.

GM gibt bei Insolvenz-Planung Gas

Zeitgleich mit der verstärkten Planung einer Insolvenz von General Motors in den USA sucht der Verwaltungsrat der Opel-Mutter auch nach zusätzlichen Einsparmöglichkeiten, berichtete die Wirtschaftsagentur Bloomberg nach einer zweitägigen Sitzung des GM-Spitzengremiums.

Die Zeit drängt

US-Präsident Barack Obama hat weitere Milliardenhilfen von zusätzlichen Einschnitten abhängig gemacht. Sein Ultimatum für einen neuen GM-Sanierungsplan läuft Ende Mai ab. Bislang hatte der Konzern unter anderem einen Schuldenabbau um fast die Hälfte und die Streichung weiterer 47.000 Jobs auf unter 200.000 weltweit angepeilt.

Sanierung ohne Insolvenz hat Vorrang

Für den Fall einer geordneten Insolvenz unter Gläubigerschutz konzentriere sich GM verstärkt auf eine Aufspaltung in einen "guten" und einen "schlechten" Konzernteil, so Bloomberg unter Berufung auf Insider. Ein überlebensfähiges, neu aufgestelltes Unternehmen soll dann das Insolvenzverfahren so schnell wie möglich wieder verlassen. GM wolle aber zunächst weiter die Sanierung ohne Insolvenz versuchen.


Krisengespräche geplant

Noch in dieser Woche seien weitere Treffen von Konzernvertretern mit der US-Regierung und deren Auto-Kommission geplant (Task-Force). GM selbst wollte dies auf Anfrage zunächst ebenso wenig kommentieren wie die Verwaltungsratssitzung am vergangenen Sonntag und Montag.


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