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Außenhandel: Deutsche Exporte brechen weiter ein


Ausfuhren  

Deutsche Exporte brechen weiter ein

08.04.2009, 14:09 Uhr | cs, AFP, dpa, t-online.de

Immer weniger Container mit deutschen Waren erreichen das Ausland (Quelle: dpa)Immer weniger Container mit deutschen Waren erreichen das Ausland (Quelle: dpa) Die Wirtschaftskrise hat die deutschen Exporte zum Jahresbeginn so stark einbrechen lassen wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Die Ausfuhren sackten im Februar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 23,1 Prozent ab, so das Statistische Bundesamt. Insgesamt wurden Waren im Wert von 64,8 Milliarden Euro ins Ausland verkauft. Damit setzt der Exportweltmeister Deutschland seine wirtschaftliche Talfahrt 2009 fort.

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Schlimmster Rückgang in Geschichte der Bundesrepublik

Auch im Januar hatte das Minus laut aktualisierten Zahlen der Statistiker 23,2 Prozent betragen. Die Export-Rückgänge sind damit laut einem Sprecher des Statistischen Bundesamts so drastisch wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1950 gefallen. Damit ist der klassische deutsche Konjunkturmotor Export massiv ins Stottern geraten.

Globaler Nachfrageeinbruch trifft Deutschland

"Die Zahlen belegen, dass Deutschland besonders unter dem Einbruch der globalen Nachfrage leidet", kommentierte die Commerzbank in einer ersten Analyse. Der schwache Export werde einer der Hauptgründe für eine schwache gesamtwirtschaftliche Entwicklung im ersten Quartal 2009 sein. "Insgesamt sprechen alle Anzeichen dafür, dass die deutsche Wirtschaft in den ersten drei Monaten dieses Jahres noch stärker geschrumpft ist als im Schlussquartal 2008." Von Oktober bis Dezember 2008 war die deutsche Wirtschaftsleistung um 2,1 Prozent gesunken.

Wann springt die Nachfrage wieder an?

Nach Einschätzung der Commerzbank ist eine baldige Besserung nicht in Sicht. "Allenfalls im zweiten Halbjahr dürfte sich die Lage in den Abnehmerländern stabilisieren. Dann dürften auch die Exporte wieder anziehen, wenn weltweit niedrige Zinsen gerade die Nachfrage nach deutschen Investitionsgütern anregen wird." Auch nach Einschätzung der Unicredit werden bis zum Sommer vom Außenhandel schwache Zahlen kommen. Es gebe wenige Anzeichen dafür, dass die Exporte bald nicht mehr schrumpften, hieß es in einer Studie.

Auch weniger Importe nach Deutschland

Im Gegensatz zu den Exporten sanken die Importe im Februar weniger stark. So wurden im Februar Waren im Wert von 56,2 Milliarden Euro eingeführt, das sind 16,4 Prozent weniger als im Februar 2008. Das Saldo von Importen und Exporten - die Außenhandelsbilanz - schloss im Februar mit einem Überschuss von 8,7 Milliarden Euro ab. Im Vorjahresmonat waren es noch 17,1 Milliarden Euro gewesen. Die Leistungsbilanz - die unter anderem auch Dienstleistungen umfasst - wies nach ersten Berechnungen der Bundesbank einen Überschuss von 5,6 Milliarden Euro aus, im Vorjahresmonat waren 16,5 Milliarden Euro.

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