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Ratiopharm-Verkauf kann sich bis 2010 hinziehen


Merckle-Imperium  

Ratiopharm-Verkauf kann sich bis 2010 hinziehen

16.04.2009, 11:16 Uhr | lgs, t-online.de, dpa-AFX

Ratiopharm ist ein Unternehmen des Merckle-Imperiums (Quelle: imago images)Ratiopharm ist ein Unternehmen des Merckle-Imperiums (Quelle: imago images) Der Verkauf des Merckle-Pharmaunternehmens Ratiopharm kann sich bis in das erste Quartal 2010 hinziehen. Erste Gespräche mit Investoren werden nicht vor den kommenden Sommermonaten erwartet, teilte der Generikahersteller mit. Die Treuhänder Klaus Hubert Görg und Martin Stockhausen hätten ihre Arbeit zusammen mit dem Sanierungsexperten Hans-Joachim Ziems bei der Muttergesellschaft VEM Vermögensverwaltung inzwischen allerdings aufgenommen. Sie würden einen geregelten Verkaufsprozess vorbereiten.

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Merckle-Gruppe in finanzieller Schieflage

Die Merckle-Gruppe war Ende vergangenen Jahres auch durch die Folgen der Finanzkrise in eine finanzielle Schieflage geraten. Firmenchef Adolf Merckle hatte sich im Januar das Leben genommen, kurz vor seinem Tod aber noch den Kompromiss mit den Banken für die Rettung seiner Unternehmen in die Wege geleitet. Dazu gehörte auch der Verkauf von Ratiopharm.



Stellenabbau hat bereits begonnen

Wie das Unternehmen weiter mitteilte, wurde am Standort Ulm mit dem im Februar angekündigten Abbau von 200 Stellen begonnen. Entlassen würden jedoch nur 20 Mitarbeiter, hieß es. Die übrigen Stellen würden durch Ruhestandsregelungen oder Aufhebungsverträge reduziert. Einen entsprechenden Sozialplan hätten Geschäftsführung und Betriebsrat Anfang April unterschrieben. Weltweit will Ratiopharm rund 600 Stellen streichen. Die Arbeitsplätze sollen im Zuge eines Sparprogramms in den nächsten 12 bis 18 Monaten abgebaut werden.



Unternehmen beschäftigt über 5500 Mitarbeiter

Ratiopharm erzielte im Geschäftsjahr 2008 einen Umsatz von 1,9 Milliarden Euro. Für das Pharmaunternehmen arbeiten mehr als 5500 Mitarbeiter, davon 2870 in Deutschland. In Ulm und Blaubeuren sind 2300 Beschäftigte tätig.

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