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Opel-Betriebsrat rechnet mit neuem Investor


Opel-Rettung  

Opel-Betriebsrat rechnet mit neuem Investor

15.04.2009, 10:08 Uhr | oca, AFP, t-online.de

Opel-Betriebsratschef Klaus FranzOpel-Betriebsratschef Klaus Franz (Quelle: ddp) Opel-Betriebsratschef Klaus Franz rechnet auf der Suche nach einem Investor für den angeschlagenen Autobauer schon in Kürze mit einem Erfolg. Er sei "zuversichtlich und sicher, dass ein Investor für Opel gefunden wird", sagte Franz der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" vom Dienstag. Er erwarte bereits in den kommenden Wochen Sondierungsgespräche mit möglichen Geldgebern. Interessenten für Opel kämen nicht nur aus dem Finanzsektor, sondern auch aus anderen Bereichen der Wirtschaft. Anfang April hatte das Emirat Abu Dhabi erstmals öffentlich Interesse an einem Einstieg bei Opel bekundet.


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Gespräche in Abu Dhabi

Ende der Woche solle ein Gespräch auf hoher Berater-Ebene zwischen der nordrhein-westfälischen Landesregierung und Abu Dhabi stattfinden, berichtete die "WAZ" ohne Nennung von Quellen. Nach einem ersten Treffen zwischen Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) und Scheich Hamdan vor wenigen Tagen seien die Kontakte weiter gepflegt worden.


"Opel ist liquide"

Angesichts einer möglichen Insolvenz des Opel-Mutterkonzerns General-Motors (GM) befürchtet Opel-Betriebsratschef Franz kaum Auswirkungen auf die deutsche Tochter. Melde der US-Autobauer Gläubigerschutz an, seien für Opel "keine negativen Auswirkungen" zu erwarten. Opel erhalte derzeit ohnehin kein Geld von GM. Franz betonte: "Opel ist liquide". Erst vor wenigen Wochen hatte Opel angesichts der Krise des US-Mutterkonzerns seinen Finanzbedarf auf 3,3 Milliarden Euro beziffert.

Gerede ist grob fahrlässig

EU-Industriekommissar Günter Verheugen hat unterdessen Spekulationen über eine Insolvenz des angeschlagenen Autobauers Opel scharf kritisiert. Allein in Europa hingen von GM 300.000 Arbeitsplätze ab, sagte Verheugen dem "Hamburger Abendblatt". Angesichts dieser Größenordnung sei "jedes Gerede über Insolvenz grob fahrlässig". Der EU-Kommissar warnte vor einem unabgestimmten Vorgehen und forderte eine transatlantische Lösung für Opel: "Eine rein deutsche Lösung wäre nicht möglich." Eine Lösung werde es nur "im europäischen Verbund und mit aktivem Engagement von General Motors" geben. Zum Beispiel müssten Eigentumsfragen geklärt werden, etwa die der Patente.

GM muss beteiligt sein

An einem neuen europäischen Unternehmen müsse GM beteiligt sein und "sein weltweites Netz aktiv einbringen", sagte Verheugen. Dies seien die Grundvoraussetzungen dafür, dass "überhaupt Investoren gefunden werden können, die auch langfristig bei der Stange bleiben". Zugleich warb der EU-Kommissar um Offenheit für staatliche Hilfen: "Wenn potentielle Investoren staatliche Bürgschaften brauchen, sollte man das nicht ausschließen."

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