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Internet-Telefonie: eBay plant Börsengang von Skype


Internet-Telefonie  

eBay-Tochter Skype soll an Börse

17.04.2009, 13:59 Uhr | lgs, t-online.de, dpa-AFX

Skype soll an die Börse (Quelle: imago images)Skype soll an die Börse (Quelle: imago images) Der Online-Händler eBay will seine Internet-Telefonie-Tochter Skype an die Börse bringen. Der Gang aufs Parkett soll in der ersten Hälfte nächsten Jahres erfolgen. Mit der Trennung zieht eBay einen Schlussstrich unter eine milliardenschwere Fehlinvestition. Mit der Skype-Software können Nutzer via Internet untereinander kostenlos telefonieren sowie vergleichsweise günstig in Fest- und Mobilfunknetze.

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eBay kaufte Skype für über drei Milliarden Dollar

Skype habe nur begrenzte Synergien mit dem übrigen Konzern, sagte eBay-Chef John Donahoe. Die Auktions- und Handelsplattform hatte Skype im Jahr 2005 für 2,6 Milliarden Dollar den beiden skandinavischen Gründern abgekauft, der Endpreis kletterte später durch Boni sogar über drei Milliarden Dollar.

Skype bleibt hinter den Erwartungen zurück

Die Nutzerzahlen stiegen seither zwar rasant auf heute weltweit 405 Millionen, finanziell blieb Skype aber hinter den Erwartungen zurück. So musste eBay Milliardenabschreibungen vornehmen. Zu seinem Amtsantritt vor einem Jahr stellte Donahoe Skype auf den Prüfstand. Die Skype-Gründer Niklas Zennström und Janus Friis wollten hingegen laut US-Medien ihre Firma zurückkaufen. Doch ihr gemeinsam mit Beteiligungsfirmen abgegebenes Milliardengebot sei eBay zu niedrig gewesen, hieß es.

eBay kämpft gegen die Wirtschaftskrise

Im vergangenen Jahr erzielte Skype einen Umsatz von 551 Millionen Dollar (416 Millionen Euro). Damit kam Skype zwar auf ein Plus von 44 Prozent, stellte aber gerade mal sechs Prozent von eBays gesamten Konzernerlösen. Zum Ergebnis unter dem Strich gibt es keine Angaben. eBay kämpft selbst mit der Wirtschaftskrise, hausgemachten Problemen und wachsender Konkurrenz etwa durch den weltgrößten Online-Händler Amazon. Künftig will sich der Konzern laut Donahoe auf zwei Standbeine konzentrieren: das Internet-Marktplatzgeschäft und Online-Bezahldienste (PayPal). Gerade erst verkaufte eBay daher auch die Empfehlungs-Website StumpleUpon.

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