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Maschinenbau: VDMA sieht Talsohle noch lange nicht erreicht


Rezession  

Maschinenbau: Talsohle noch lange nicht erreicht

16.04.2009, 12:14 Uhr | mfu, dpa-AFX, t-online.de

Die Rezession hat den Maschinenbau fest im Griff (Quelle: dpa)Die Rezession hat den Maschinenbau fest im Griff (Quelle: dpa) Der deutsche Maschinenbau hat in seiner schweren Krise die Talsohle noch lange nicht erreicht. "Wir sind eigentlich noch gar nicht richtig in der Krise angekommen, weil viele Unternehmen noch alte Aufträge haben", sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes VDMA, Hannes Hesse, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. "Wenn wir bis Juli oder August keine Zeichen für eine Trendwende haben, dann wird es harte Einschnitte geben, auch bei den Beschäftigten."

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Maschinenbau: Aufträge haben sich halbiert

Noch im letzten Jahr ging es Deutschlands Vorzeigebranche richtig gut. Die Zahl der Beschäftigten wuchs wegen der prächtigen Auftragslage um 2,2 Prozent. Doch die weltweite Rezession hat nun auch den Maschinenbau erreicht. Allein im Februar halbierten sich die Aufträge im Vergleich zum Vorjahresmonat. Für das Gesamtjahr erwartet der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) einen Produktionseinbruch von 10 bis 20 Prozent.

Banken zurückhaltend bei Kreditvergabe

Die entscheidende Frage für die Branche ist laut Hesse derzeit, wie lange die Krise anhalte. "Wenn das noch lange weitergeht, dann wird bei vielen Maschinenbauern die Liquidität dünner, dann bekommen wir ein Problem." Die Banken seien derzeit vor allem bei der Vergabe langfristiger Kredite sehr zurückhaltend, kritisierte Hesse. Immerhin stünden die Unternehmen besser da als bei der letzten großen Krise Anfang der 90er Jahre. "Wenn wir damals einen derartigen Auftragseinbruch gehabt hätten, hätte es richtig gekracht."

Kein sprunghafter Anstieg bei Insolvenzen

Hesse erwartet in der gegenwärtigen Krise keinen sprunghaften Anstieg der Insolvenzen. Auch einen drastischen Jobabbau werde es nicht geben, solange sich bis zum Sommer eine Wende abzeichne. Im deutschen Maschinen- und Anlagenbau sind rund 975.000 Menschen beschäftigt. Der VDMA rechnet bis zum Jahresende mit einem Abbau von 25.000 Stellen.

Unternehmen setzen auf Kurzarbeit

"Die Unternehmen wollen aber Entlassungen möglichst vermeiden", sagte Hesse. Dabei setzen die Betriebe vor allem auf die Kurzarbeit und kürzere Arbeitszeiten. "Wir brauchen und haben gute Leute für unsere Hightech-Produkte. Wenn man die einmal nach Hause schickt, bekommt man sie nie mehr wieder. Aber wenn Firmen das Wasser bis zum Hals steht, müssen sie etwas tun."

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