Sie sind hier: Home > Finanzen > Unternehmen >

General Motors will Saab wohl zum Nulltarif abgeben


Autokrise  

Zeitung: GM will Saab zum Nulltarif abgeben

17.04.2009, 17:56 Uhr | mfu, dpa , dpa-AFX , t-online.de

Der angeschlagene Autobauer GM will sich von mehreren Marken trennen (Quelle: dpa)Der angeschlagene Autobauer GM will sich von mehreren Marken trennen (Quelle: dpa) Um den angeschlagenen Autoriesen General Motors (GM) zu retten, steht auch der Verkauf oder Abtrennung mancher Marken zur Debatte. Laut einem Medienbericht will der Konzern seine insolvente schwedische Tochter Saab sogar zum Nulltarif abgeben. Das berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf eine mit den Verhandlungen vertraute Person. Auch bei Opel zeichnet sich inzwischen eine Abtrennung von GM ab.

Quiz - Sind Sie ein echter Opelaner?
GM - Sechs Interessenten an Opel

20 Investoren interessieren sich für Saab

An einem Einstieg bei Saab sind früheren Angaben von Insolvenzverwalter Luy Lofalk zufolge 20 potenzielle Investoren interessiert. Lofalk will den Verkaufsprozesses bis Mitte des Jahres abschließen. Von den Interessenten seien zehn ausgewählt worden, die einen detaillierten Einblick in die Geschäfte der General-Motors-Tochter erhalten sollen, sagte Saab-Chef Jan-Åke Jonsson der Zeitung. Bei den ausgewählten Interessenten handele es sich um Beteiligungsgesellschaften, Finanzinvestoren und "internationale Autobauer".

Saab-Gelder reichen nur noch bis Ende des Monats

Nach inoffiziellen Angaben verfügt Saab nur noch bis Ende des Monats über Mittel zur Finanzierung der Produktion. Zur Entwicklung neuer Modelle und für die weitere Produktion im Stammwerk Trollhättan benötigt Saab laut Lofalk eine Milliarde Dollar (740 Millionen Euro). Davon sollen 600 Millionen Dollar als Kredit von der Europäischen Investitionsbank (EIB) kommen und 400 Millionen Dollar von GM gestellt werden.

Verkauf weiterer US-Marken geplant

Neben Saab stehen der GM-Geländewagenbauer Hummer sowie Saturn offiziell zum Verkauf. Nach Medienberichten stünden auch GMC und Pontiac zur Diskussion. Von den derzeit insgesamt acht GM-Marken in den USA würden damit fünf verkauft oder eingestellt werden. Lediglich Chevrolet, Cadillac und Buick seien wohl sicher, berichtete etwa die Wirtschaftsagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider.

Ultimatum bis Ende Mai

Für Saturn meldete unter anderem bereits ein Konsortium aus Finanzinvestoren und Händlern Interesse an. Pontiac sollte bislang auf wenige Modellen eingedampft werden. Die US-Regierung hat der Opel-Mutter GM für einen endgültigen Sanierungsplan ein Ultimatum bis Ende Mai gestellt. Bislang erhielt der Autobauer 13,4 Milliarden Dollar an Staatshilfen.

GM will Patentrechte an Opel abtreten

Opel ist der angestrebten Eigenständigkeit von der Konzermutter GM derweil ein Stück näher gekommen: General Motors hat dem angeschlagenen Autobauer aus Rüsselheim die Rückgabe von Patenten und die Begleichung ausstehender Forderungen zugesagt.

Mehr Themen:
Autobranche - Opel will Schulden gegen Patente tauschen
Fotostrecke - Der neue Opel Insignia
Fotostrecke - Der neue Opel Insignia Sports Tourer
US-Autokrise - US-Regierung plant angeblich Einstieg bei GM
EU - Opel-Arbeiter haben bei Jobverlust Aussicht auf EU-Hilfe
Opel-Rettung - Mehrere Investoren an Opel interessiert
GM - Notfallplan für Opel und Saab in der Entwicklung
Opel - Bester Absatz seit zehn Jahren
Opel - Merkel zu Besuch in Rüsselsheim

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
AnzeigeREIFENKONFIGURATOR

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR;

shopping-portal