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Chiphersteller Infineon prüft Antrag auf Staatshilfe


Konzern in der Krise  

Infineon prüft Antrag auf Staatshilfe

20.04.2009, 11:56 Uhr | lgs, t-online.de, dpa

Infineon musste herbe Verluste hinnehmen (Quelle: ddp) Der Halbleiterhersteller Infineon prüft einem Pressebericht zufolge einen Antrag auf Staatshilfe. Im Unternehmen werde über eine Staatsbürgschaft nachgedacht, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf das Umfeld des mit hohen Verlusten arbeitenden Unternehmens. Zwar befinde sich Infineon nicht unmittelbar in einer prekären Finanzlage, der im TecDAX gelistete Konzern müsse aber für das nächste Jahr eine Refinanzierung erreichen.

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Braucht Infineon Staatshilfen?

Ein Unternehmenssprecher lehnte in der Zeitung jeden Kommentar zu Spekulationen über ein mögliches Hilfsanliegen an den Staat ab. Doch der Vorstandsvorsitzende Peter Bauer hatte schon im Februar auf der Hauptversammlung eine Inanspruchnahme von staatlichen Schutzschirmen nicht ausgeschlossen, ermutigt durch die Hilfe des französischen Staates von über 500 Millionen Euro für den Konkurrenten STMicroelectronics.



Nettoverlust von 404 Millionen Euro

Derzeit verhandelt Infineon laut Zeitung mit seinen Kernbanken über die Refinanzierung. Mitte 2010 müssen dem Bericht zufolge Wandelanleihen im Nominalvolumen von 698 Millionen Euro zurückgezahlt werden. Noch in diesem Jahr werden kurzfristige Verbindlichkeiten von etwas mehr als 200 Millionen Euro fällig. Die Nettoverschuldung lag zuletzt bei 360 Millionen Euro. Wegen des erbitterten Wettbewerbs sind die Preise für Chips am Boden. Infineon hat allein im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2008/2009 einen Nettoverlust von 404 Millionen Euro geschrieben.

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