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Chrysler rast auf Insolvenz zu - Fiat könnte Unternehmen retten


US-Autokrise  

GM und Chrysler bekommen weitere Hilfen

21.04.2009, 18:11 Uhr | cs / bv, AFP , dpa-AFX , t-online.de

Chrysler - Zusammen mit GM neue Geldspritze fürs Überleben (Quelle: dpa)Chrysler - Zusammen mit GM neue Geldspritze fürs Überleben (Quelle: dpa) Die US-Regierung pumpt noch einmal mehrere Milliarden Dollar in die angeschlagenen US-Autobauer General Motors (GM) und Chrysler. GM werde einen weiteren Überbrückungskredit in Höhe von fünf Milliarden Dollar (3,9 Milliarden Euro) erhalten, Chrysler solle noch einmal 500 Millionen Dollar bekommen, teilte das Finanzministerium am Dienstag in Washington mit.

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Weiteres Überleben kurzfristig gesichert

Mit den neuen Finanzspritzen soll sichergestellt werden, dass die beiden Unternehmen bis zur endgültigen Entscheidung der Regierung über ihr weiteres Schicksal die Geschäfte weiterführen können. Die Regierung will die Rettung der Konzerne von der Vorlage überarbeiteter Zukunftspläne abhängig machen, die Chrysler bis Ende April und GM bis Ende Mai vorlegen müssen.

Bisher Milliardenhilfen für Chrysler und GM

GM-Chef Fritz Henderson hatte in der vergangenen Woche bekannt gegeben, dass er bei der Regierung weitere fünf Milliarden Dollar beantragt habe. GM und Chrysler haben zusammen bislang etwa 17,4 Milliarden Dollar an staatlichen Finanzhilfen erhalten.

Chrysler-Insolvenz vorerst aufgeschoben

Das "Wall Street Journal" hatte zuvor gemeldet, Chrysler stehe kurz vor der Insolvenz und sei nach Ansicht einiger Regierungsvertreter keinen Rettungsversuch mehr wert. Deshalb stehe der Insolvenzantrag in der kommenden Woche bevor. Dazu dürfte es nun vorerst nicht mehr kommen.

Allianz mit Fiat könnte Chrysler retten

Beamte des Finanzministeriums waren am Montag in der US-Hauptstadt mit den Chefs von Chrysler, Robert Nardelli, und Fiat, Sergio Marchionne, zusammengetroffen. US-Präsident Barack Obama hatte eine Allianz mit dem italienischen Autobauer zur Bedingung für weitere Milliardenhilfen gemacht. Dabei hatten Nardelli und andere Vertreter des Top-Managements von Chrysler bereits signalisiert, bei einer Fusion mit Fiat zurücktreten zu wollen und damit den Weg für die Fiat-Führung frei zu machen. Doch die Allianz mit Fiat ist noch lange nicht in trockenen Tüchern.

Vieles hängt von den Gewerkschaften ab

An den Gesprächen sei auch die Autogewerkschaft UAW beteiligt gewesen, so die Zeitung. Chrysler muss wie auch die ebenfalls ums Überleben kämpfende Opel-Mutter General Motors (GM) von Gewerkschaften und Gläubigern massive Zugeständnisse aushandeln. Die Gewerkschaften haben Pensionsansprüche in Milliardenhöhe, die die US-Autobauer extrem belasten. Bislang gelang es weder Chrysler noch GM, in diesem Bereich eine Einigung zu erzielen.

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