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Stiftung Warentest: Nur kleine Mengen in Gold investieren


Gold  

"Warentest": Nur kleine Mengen in Gold investieren

21.04.2009, 16:36 Uhr | sky, AFP, t-online.de

Stiftung Warentest: Nicht das ganze Geld ins Gold stecken (Foto: imago)Stiftung Warentest: Nicht das ganze Geld ins Gold stecken (Foto: imago) Die Stiftung Warentest hat Verbraucher davor gewarnt, ihr gesamtes Vermögen in Gold zu investieren. Nur ein kleiner Teil des Geldes solle in Goldmünzen, Barren oder Goldsparpläne fließen, rieten die Verbraucherschützer in der neuen Ausgabe ihrer Zeitschrift "Finanztest". Sie begründen dies mit dem stark schwankenden Goldpreis: Das Risiko sei groß, den falschen Zeitpunkt zum Einstieg zu erwischen. Derweil beurteilen die Analysten der Commerzbank die Chancen für Gold gemischt.

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Hohe Kosten - hoher Preis

Bei Gold dränge sich die Frage der Lagerung auf, erläuterte die Stiftung Wartentest weiter: Wer zuhause Münzen oder Barren aufbewahre, gehe ein hohes Risiko ein. Ein Safe bei einer Bank koste dagegen Geld - zudem gibt es auf das Edelmetall keine Zinsen. Bedenken müssten die Verbraucher vor allem, dass der Goldpreis im Zuge der Wirtschaftskrise bereits stark gestiegen sei – nun könne er wieder dramatisch fallen, warnte die Stiftung Warentest.


Aktien schlagen Gold

Die Verbraucherschützer berichteten von eher mageren Renditen in den vergangenen Jahrzehnten: Wer etwa am 23. März 1979 bei einem Preis von 243,62 US-Dollar je Unze eingestiegen sei, habe vor Abzug der Inflation bis heute in Euro umgerechnet eine durchschnittliche Rendite von 3,75 Prozent pro Jahr erzielt. Mit deutschen Aktien hätten Anleger dagegen in den vergangenen drei Jahrzehnten im Schnitt 8,2 Prozent pro Jahr erzielt.

Emotionen bei Minenaktien

Anleger hätten auch die Möglichkeit, sich über Aktien oder Fonds an Goldminen zu beteiligen – allerdings könnten sich deren Kurse anders entwickeln, als der Goldpreis. Denn bei Aktien fließe auch die Profitabilität einer Goldmine oder die allgemeine Stimmung an den Aktienmärkten in die Preisfindung ein. Wer Gold zur Preisspekulation nutzen wolle, könne auch börsengehandelte Goldfonds oder Zertifikate kaufen.

Gold als sicherer Hafen

Die Commerzbank urteilte dagegen, die Sorgen vor einer länger anhaltenden Rezession und weiteren Rückstellungen im Bankensektor begünstigten Gold - in einem derartigen Umfeld sei das Edelmetall als sicherer Hafen wieder gefragt. So hätten sich die Goldbestände des weltweit größten Goldfonds SPDR Gold Trust zuletzt unverändert bei 1106 Tonnen gezeigt, nachdem sie Ende vergangener Woche um mehr als 20 Tonnen zurückgegangen waren.

Starke Nachfrage aus Indien

Händler in Asien berichten laut Commerzbank zudem von einer robusten Goldnachfrage. Vor allem in Indien sei Gold vor dem religiösen Feiertag Akshaya Tritiya am 27. April gefragt. Dieses Fest falle deswegen so stark ins Gewicht, weil die Goldhändler und Schmuckhersteller ihre Lagerbestände in den vergangenen Monaten weitestgehend abgebaut hätten. In Hongkong betrage derzeit der Aufschlag auf Goldbarren 80 US-Cents je Feinunze, dies sei der höchste Stand seit vier Monaten. Allerdings drohe dem Goldpreis ein Rückschlag, sobald der indische Feiertag vorüber sei und die dadurch bedingte Nachfrage nach Gold entfalle.

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