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Amazon glänzt in Krise mit Gewinnplus


Online-Branche  

Amazon glänzt in Krise mit Gewinnplus

24.04.2009, 11:49 Uhr | mfu, t-online.de , dpa-AFX

Auch in der expandiert der Online-Händler Amazon  (Quelle: imago images)Auch in der expandiert der Online-Händler Amazon (Quelle: imago images) Der weltgrößte Online-Einzelhändler Amazon trotzt der Krise vorerst weiter mit kräftig steigenden Gewinnen. Der US-Konzern verdiente im ersten Quartal 177 Millionen Dollar (136 Millionen Euro) und damit fast ein Viertel mehr als ein Jahr zuvor. Für das zweite Quartal erwartet der Internet-Riese allerdings ein schwächeres Ergebnis.

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Amazon-Aktie mit deutlichem Plus

Besonders mit dem Gewinn im ersten Quartal übertraf Amazon die Erwartungen der Analysten deutlich. Die Aktie legte nachbörslich zu. Aber auch mit dem Umsatz konnte Amazon überzeugen. So kletterte der Umsatz im ersten Quartal 2009 um 18 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar. Ohne negativen Währungseffekte durch den wieder stärkeren Dollar wäre der Umsatz sogar um 25 Prozent gestiegen.

Starkes Deutschland-Geschäft

Außerhalb der USA macht Amazon 47 Prozent seines Umsatzes. Im vergangenen Jahr 2008 entfielen mehr als zehn Prozent des Umsatzes (19,2 Milliarden US-Dollar) auf das Geschäft in Deutschland. Im abgeschlossenen Quartal legte das internationale Geschäft (Großbritannien, Deutschland, Japan, Frankreich und China) um 15 Prozent auf 2,31 Milliarden zu, währungsbereinigt sogar um 28 Prozent - und ist damit weiter stärker als im US-Markt (Nordamerika und Kanada), der einen Zuwachs um 21 Prozent auf 2,58 Milliarden Dollar verzeichnete.

Amazon profitiert vom anhaltenden Wachstum

Der große Vorteil des Branchenprimus laut Experten: Sein Online-Angebot wächst ständig und weltweit kaufen immer mehr Menschen via Internet ein. Amazon baut die Angebote von Dritthändlern auf seiner Online-Plattform immer weiter aus. Dies macht Konkurrenten wie dem Internet-Marktplatz eBay zu schaffen. Bei dem Wettbewerber brach der Überschuss im ersten Quartal erneut um fast ein Viertel ein.

Elektronische Bücher im Kommen

Große Hoffnungen setzt Amazon-Chef Jeff Bezos auch auf elektronische Bücher und die gerade in den USA gestartete zweite Generation seines E-Book-Lesegeräts Kindle. Die Verkäufe hätten "die optimistischsten Erwartungen übertroffen", sagte Bezos. Zahlen nennt Amazon bisher nicht, erste Schätzungen gehen von rund 300.000 verkauften Geräten aus. In Deutschland ist der Kindle nach wie vor nicht zu haben.

Warnung vor zweitem Quartal

Für das laufende zweite Quartal warnte Amazon allerdings vor einem deutlich sinkenden operativen Ergebnis, obwohl der Umsatz um bis zu 17 Prozent steigen dürfte. Der Betriebsgewinn könne im zweiten im schlechtesten Fall um die Hälfte einbrechen. Das hat vor allem mit einen im Vorjahr erzielten Einmalgewinn aus einem Unternehmensverkauf zu tun, der seinerzeit zu einem besonders hohen Quartalsgewinn führte.

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