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Magna legt erstes "Grobkonzept" für Opel vor


Autokrise  

Magna legt erstes "Grobkonzept" für Opel vor

11.05.2009, 12:03 Uhr | bab, t-online.de , dpa-AFX

Wer kauft Opel? (Quelle: AP/dpa)Wer kauft Opel? (Quelle: AP/dpa) Der kanadisch-österreichische Autozulieferer Magna hat nach Angaben von Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) ein "erstes interessantes Grobkonzept" für einen Einstieg bei Opel vorgelegt. Jetzt gehe es darum, dieses Konzept mit Fakten und Zahlen zu unterlegen, sagte Guttenberg nach einem Treffen mit Vertretern von Magna in Berlin. Konkrete Details nannte er jedoch nicht.

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Beck: Magna will die Mehrheit

Konkreter wurde der rheinland-pfälzischen Ministerpräsident Kurt Beck (SPD), nach dessen Ansicht der kanadisch-österreichische Autozulieferer auf die Mehrheit bei Opel abzielt. Direkt wolle sich Magna mit 19,9 Prozent an dem deutschen Autoproduzenten beteiligen, die Mehrheit ergebe sich dann über Tochtergesellschaften, sagte Beck. "Es ist nur logisch, dass wer einsteigt auch das Sagen hat", sagte der Ministerpräsident.



Scharfe Kritik an Guttenberg

Beck kritisierte Wirtschaftsminister zu Guttenberg zudem scharf für dessen Informationspolitik im Fall Opel. Entgegen vorheriger Absprachen etwa würden die Bundesländer mit Opel-Standorten, zumindest aber Rheinland-Pfalz, nicht mit wichtigen Informationen aus Berlin versorgt. Seine Regierung sei nur deshalb detailliert auf dem Stand der Dinge, weil sie selbst von Betroffenen, etwa Magna-Europachef Siegfried Wolf, angesprochen worden sei.

Wer rettet Opel? (Grafik: dpa)Wer rettet Opel? (Grafik: dpa)

Gegenseitige Beschuldigen

Guttenberg selbst übte seinerseits Kritik an der Informationspolitik von Opel und General Motors, die immer noch keine belastbaren Zahlen vorgelegt hätten. Es sei natürlich, wenn man Monate auf diese Fakten warten müsse. Ähnliche Erfahrungen machten jetzt auch mögliche Interessenten. Grundsätzlich spreche man mit allen ernsthaften Interessenten. Inzwischen hätten sich aber einige als Kandidaten herauskristallisiert.

Konzept von Fiat ebenfalls interessant

Als problematisch sieht Guttenberg den Umstand, dass einige schon während der laufenden Verhandlungen einen Kandidaten favorisierten. Diese Spekulationen schadeten der Position von Opel. Man solle Opel nicht zum Wahlkampfthema machen, sagte der Minister, und wies noch einmal auf das Konzept des italienischen Autobauers Fiat hin, das ebenfalls interessant sei. Die beiden Konzepte seien jedoch so unterschiedlich, dass es nicht vorstellbar sei, dass sich beide Unternehmen gleichzeitig bei Opel engagierten, hieß es weiter.

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