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Infineon erwartet über 20 Prozent Umsatzrückgang


Infineon  

Infineon erwartet über 20 Prozent Umsatzrückgang

01.05.2009, 23:16 Uhr | mfu, t-online.de, dpa

Absatzkrise: Infineon sieht Talsohle erreichtAbsatzkrise: Infineon sieht Talsohle erreicht (Quelle: ddp) Nach Umsatzeinbrüchen in den ersten beiden Quartalen hat der angeschlagene Chiphersteller Infineon seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Das Unternehmen erwartet einen Umsatzrückgang von mehr als 20 Prozent. Bislang war ein Umsatzverlust von mehr als 15 Prozent vorausgesagt. Im zweiten Geschäftsquartal des Chipherstellers, das am 31. März endete, lag der Verlust bei 258 Millionen Euro, nach einem Minus von 404 Millionen im Vorquartal.

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Infineon sieht Talsohle erreicht

Der Umsatz sank in den ersten drei Monaten des Jahres um 10 Prozent auf 747 Millionen Euro. Damit sei die Talsohle hoffentlich erreicht, sagte Infineon-Chef Peter Bauer in München. Für das laufende dritte Geschäftsquartal erwarte er einen Umsatzanstieg um 10 Prozent zum zweiten Quartal. Im März habe sich das Blatt bei den Auftragseingängen gewendet. Inzwischen zeigten alle Segmente eine Erholung.

Bessere Ergebnisse bei der drahtlosen Kommunikation

Nach Erfolgen im Geschäft mit Handyherstellern werde vor allem die drahtlose Kommunikation anziehen. Analysten stimmten der Einschätzung zu, dass die Talsohle erreicht sei. Günther Hollfelder von der HypoVereinsbank nannte auch den angekündigten Anstieg um 10 Prozent bei den Umsätzen für realistisch. Die Börse reagierte positiv auf den Bericht; die Infineon-Aktien legten im Markttrend leicht zu.

Keine weiteren Kosten durch Qimonda erwartet

Das Konzernergebnis wurde erneut durch Abschreibungen von rund 100 Millionen Euro für die insolvente Tochter Qimonda gedrückt. Sie fielen aber geringer aus als zuletzt. Infineon erwartet daraus keine weiteren Kosten mehr. Zur Finanzierung des Konzerns sagte Bauer, man arbeite mit Hochdruck an einer Lösung. Im Sommer kommenden Jahres stehen zwei Anleihen zur Rückzahlung an. Laut Infineon lagen die ausstehenden Nominalwerte zum 31. März bei 663 Millionen Euro. Zuletzt hatte es immer wieder Berichte über Probleme bei der Refinanzierung gegeben.

Infineon fährt Investitionen zurück

Bauer verwies darauf, dass Infineon über eine Brutto-Barmittel von 665 Millionen Euro verfüge. Es gebe deswegen keine Zweifel an der Überlebensfähigkeit des Unternehmens. Um den Auswirkungen der Wirtschaftskrise zu trotzen, hat sich Infineon ein striktes Management seiner Kosten verordnet. So wurden die Investitionen deutlich zurückgefahren. Zudem praktiziert der Konzern bereits flächendeckende Kurzarbeit an seinen deutschen Standorten und schickt Mitarbeiter in unbezahlten Urlaub.

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