Sie sind hier: Home > Finanzen > Unternehmen >

Daimler-Betriebsrat offen für Kooperation mit BMW


Autokrise  

Daimler-Betriebsrat offen für Kooperation mit BMW

05.05.2009, 10:34 Uhr | sky, dapd, dpa-AFX, t-online.de

Daimler-Betriebsrat hofft auf BMW (Foto: imago)Daimler-Betriebsrat hofft auf BMW (Foto: imago) Daimler-Gesamtbetriebsratsmitglied Helmut Lense hat sich offen für eine engere Zusammenarbeit mit dem Erzrivalen BMW gezeigt. Lense sagte: "Dadurch werden keine Arbeitsplätze gefährdet, sondern eher gesichert." Wenn bei gemeinsamen Projekten gewisse Volumen geschaffen würden, könne man sich über die Aufteilung der Arbeit unterhalten. "Denkbar wäre beispielsweise die Produktion eines kleinen Motors unterhalb des heutigen Angebots als Einstiegsmotorisierung in den kleineren Baureihen beider Unternehmen", sagte Lense. Bisher kooperieren die beiden Autobauer im Einkauf von nicht markenprägenden Teilen wie Gurtstraffern, Klimaaggregaten oder elektronischer Komponenten.

Neuausrichtung in der Krise gefordert

Lense sagte, die Absatzkrise habe die deutschen Premiumhersteller voll erwischt. Bei früheren Flauten seien die Hersteller von Fahrzeugen der Oberklasse immer mit einem blauen Auge davongekommen. Daimler erhoffe sich von der neuen E-Klasse einen Absatzschub. Das IG-Metall Vorstandsmitglied betonte, die Premiumklasse müsse sich in der Zukunft neu aufstellen. "Jetzt ist sie ein Statussymbol und steht für Luxus mit einem starken Motor." In Zukunft sollte man mehr Wert auf andere Dinge legen. Als Beispiel nannte Lense den verstärkten Einsatz von umweltfreundlicher Technologie in den Fahrzeugen, höhere Sicherheitsstandards und mehr Unterstützung für den Fahrer durch Assistenzsysteme.



Hoffnung auf Kleinwagen

Lense, der auch auch Arbeitnehmervertreter im Daimler-Aufsichtsrat ist, schätzt, dass sich das Stuttgarter Unternehmen in Zukunft verstärkt bei Kleinwagen engagiert. "Ich würde es richtig finden, wenn der Konzern das Segment der kleinen Fahrzeuge neu belebt." Daimler bietet mit dem Smart bisher einen Kleinwagen an.

Fonds für den Wandel

Langfristig erwartet Lense einen Strukturwandel in der Autoindustrie. Er forderte Politik, Gewerkschaft und die Hersteller auf, rechtzeitig darauf zu reagieren, damit der Umbruch in der Autoindustrie abgefedert werden könne. Der IG-Metall-Funktionär sprach sich für die Schaffung eines speziellen Fonds aus, in den alle Beteiligten einzahlen sollten. Daraus könnte dann der Umbau der deutschen Fahrzeugindustrie mitfinanziert werden.

BMW wohl mit besseren Zahlen als Daimler

Im direkten Vergleich hinkt Daimler dem Münchener Konkurrenten hinterher: BMW hat zwar nach Einschätzung von Analysten aufgrund der Nachfrageflaute im ersten Quartal rote Zahlen geschrieben. Die Bayern meisterten jedoch die aktuelle Krise den Experten zufolge trotz des Absatzrückgangs von über einem Fünftel besser als Konkurrent Daimler. Die Stuttgarter hatten jüngst einen Milliardenverlust gemeldet. BMW legt seine Quartalsbilanz an diesem Mittwoch (6. Mai) vor.


Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Letzte Chance auf Schnäppchen im Sale!
bei MADELEINE
Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal