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Rohstoffindustrie: Stahlproduktion stürzt weiter ab


Konjunktur  

Stahlproduktion stürzt weiter ab

11.05.2009, 14:24 Uhr | bab, dpa-AFX, t-online.de

Die Stahlbranche leidet besonders unter dem Konjunktur-Knick (Quelle: dpa)Die Stahlbranche leidet besonders unter dem Konjunktur-Knick (Quelle: dpa) Die deutsche Stahlproduktion hat im April den stärksten Einbruch seit Bestehen der Bundesrepublik verzeichnet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat seien mehr als 50 Prozent weniger Roheisen und Rohstahl hergestellt worden, teilte das Statistische Bundesamt mit. Damit wurde der Rekord-Rückgang vom März 2009 sogar noch übertroffen. Auch die Recycling-Branche ist von der geringeren Nachfrage nach dem Rohstoff betroffen. Die deutschen Hütten hätten im ersten Quartal 2009 ihre Zukäufe an Stahlschrott um mehr als 40 Prozent reduziert, teilte die Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen (BDSV) mit.

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Spuren der Krise

Da die wichtigsten Abnehmerbranchen wie der Maschinen- und Anlagenbau sowie die Automobilindustrie wegen der Krise deutlich weniger Aufträge erhalten, ist die Nachfrage bei den Stahlherstellern eingebrochen. Im April produzierten die deutschen Hüttenwerke 1,06 Millionen Tonnen Roheisen und 1,88 Millionen Tonnen Rohstahl. Das sind 56,8 Prozent weniger Roheisen und 53,1 Prozent weniger Rohstahl als im April 2008. In den ersten vier Monaten des Jahres sank die Produktion von Roheisen und Rohstahl im Vergleich zum Vorjahreszeitraum insgesamt um mehr als 40 Prozent.



Hoffnungsschimmer

Die Umsätze der deutschen Industrieunternehmen sind unterdessen im März überraschend stabil geblieben. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erfolgte zwar ein Einbruch um 22 Prozent, verglichen mit dem Februar gab es beim realen Umsatz saison- und arbeitstäglich bereinigt erstmals seit August 2008 wieder ein leichtes Plus: Der Umsatz habe sich im um 1,5 Prozent erhöht. Auch bei der Industrieproduktion hatte es zuvor positive Signale gegeben. Sie war im März verglichen mit dem Vormonat erstmals seit einem halben Jahr nicht weiter gesunken.

Autobauer leiden besonders

Im Vergleich zum Vorjahr hatte es beim Umsatz der Industrie in den Monaten Januar und Februar noch Einbußen von 19,9 und 23,7 Prozent gegeben. Wie das Statistische Bundesamt berichtete, nahmen der Inlandsumsatz im März gegenüber Jahresfrist um 17,8 Prozent und der Auslandsumsatz um 26,6 Prozent ab. Am stärksten verringerte sich der reale Umsatz im Vorjahresvergleich bei den Produzenten von Kraftwagen und -teilen. Ihre Erlöse brachen um 32,3 Prozent ein, besonders stark im Ausland mit 40,9 Prozent.

Nur neun von 15 Hochöfen in Betrieb

Die Wirtschaftsvereinigung Stahl geht dennoch nicht von einer schnellen Verbesserung der Lage aus. "Wir erwarten einen Rückgang von mehr als 25 Prozent für 2009", sagte eine Sprecherin. Ende April ist nach Angaben der Wirtschaftsvereinigung im Saarland ein weiterer Hochofen vorübergehend stillgesetzt worden. Damit wird derzeit bundesweit nur in neun von 15 Hochöfen, die mit etwa 50 bis 60 Prozent ihrer Kapazität laufen, Roheisen hergestellt. 45.000 der insgesamt 94.000 Beschäftigten der Stahlindustrie in Deutschland sind in Kurzarbeit.

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