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Börsenaufsicht ermittelt gegen Porsche


Porsche und VW  

Börsenaufsicht ermittelt gegen Porsche

12.05.2009, 18:58 Uhr | mash

Porsche-Stammwerk in Zuffenhausen (Quelle: AP/dpa)Das Porsche-Stammwerk in Zuffenhausen (Quelle: AP/dpa) Die deutsche Börsenaufsicht ermittelt gegen Porsche wegen des Verdachts der Marktmanipulation. Eine Sprecherin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Wirtschaftswoche". Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, drohen den Verantwortlichen im Hause Porsche bis zu fünf Jahre Haft oder eine empfindliche Geldstrafe. #

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Nach Veröffentlichung Untersuchung eingeleitet

Es geht dabei um den Zeitpunkt, zu dem Porsche beschlossen hat, eine 75-Prozent-Mehrheit bei Volkswagen zu übernehmen und einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abzuschließen. Porsche hätte möglicherweise diese Absicht als kursrelevante Information schon frühzeitig in einer Börsenpflichtmitteilung verkünden müssen, hieß es. Nachdem die "Wirtschaftswoche" entsprechende Vorwürfe veröffentlichte, leitete die BaFin eine formelle Untersuchung ein, wie Sprecherin Anja Engelland erklärte.

Bereits im Februar Übernahme beschlossen

Auf Marktmanipulation stehen bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe. Gegebenenfalls kann das Vergehen aber auch als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Die BaFin kann dann ein Bußgeld von bis zu einer Million Euro verhängen. Nach dem Bericht der "Wirtschaftswoche", die sich auf ihr vorliegende Unterlagen und Aussagen aus einem geheimen Treffen beruft, könnte Porsche bereits im Februar 2008 die Absicht gehabt haben, 75 Prozent der VW-Anteile zu übernehmen. Das Unternehmen habe aber noch am 10. März 2008 diese Absicht ausdrücklich dementiert. Erst im Oktober habe Porsche eingeräumt, eine 75-prozentige Mehrheit an VW anzustreben. Das habe heftige Kurssprünge der VW-Aktie ausgelöst, wodurch Hedge Fonds und Banken große Verluste erlitten hätten.

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Brief von der niedersächsischen Staatskanzlei

Porsche wies den Vorwurf einer Täuschung von Anlegern als falsch zurück. Porsche habe am 3. März 2008 entschieden, die Mehrheit an Volkswagen zu erwerben. "Eine Absicht von Porsche zur Aufstockung auf 75 Prozent der VW-Stammaktien bestand seinerzeit nicht", so das Unternehmen. Porsche erklärte, es habe am 25. Februar 2008 in Berlin ein Treffen mit einem Vertreter der niedersächsischen Landesregierung gegeben. Zu dessen Inhalten nehme das Unternehmen aus Gründen der Vertraulichkeit keine Stellung. Porsche dementierte allerdings, dass Unternehmensvertreter bereits im Februar 2008 über Absichten gesprochen hätten, dass Porsche einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag anstrebe. Die Porsche-Aktie tauchte nach der Hiobsbotschaft weiter ab und notierte mit über elf Prozent im Minus bei rund 40 Euro deutlich schwächer als der Gesamtmarkt.

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