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Opel: Guttenberg strebt Treuhand-Lösung an


Opel-Rettung  

Guttenberg strebt Treuhandlösung für Opel an

16.05.2009, 15:08 Uhr | oca, t-online.de , dapd , dpa-AFX

Die Zukunft von Opel bleibt weiter ungewiss. (Quelle: imago images)Die Zukunft von Opel bleibt weiter ungewiss. Die Bundesregierung strebt grundsätzlich ein vorübergehendes Treuhandmodell für den angeschlagenen Autobauer Opel an. Voraussetzung dafür sei aber, dass es ein tragfähiges Konzept von mindestens einem möglichen Investor gebe, sagte Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) nach einem Spitzentreffen der Bundesregierung in Berlin. Damit solle Zeit für weitere Verhandlungen mit der Opel-Mutter General Motors (GM) über einen Einstieg potenzieller Investoren bei Opel oder bei GM-Europa gewonnen werden.


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KfW als Treuhänder im Gespräch

Die "Financial Times Deutschland" berichtete, in Regierungskreisen sei ein Engagement der staatlichen KfW-Bank und der Landesbanken der Länder im Gespräch, in denen Opel Standorte hat. Im Rahmen der geplanten Treuhandlösung für Opel würden die Banken dem Autobauer Kredite zur Verfügung stellen, um den laufenden Betrieb aufrechtzuerhalten. Als Treuhänder komme entweder eine Beratungsgesellschaft wie PricewaterhouseCoopers (PwC) oder die KfW selbst infrage.

Opel-Vermögen soll geschützt werden

Mit dem Treuhandmodell soll das Opel-Vermögen vor dem Zugriff von Gläubigern geschützt werden. Der italienische Autobauer Fiat und der kanadisch-österreichische Autozulieferer Magna gelten als die aussichtsreichsten Kandidaten für ein Zusammengehen mit Opel. Nach Angaben von Guttenberg wollen sie bis zum 20. Mai Konzepte zu einer Fusion mit Opel vorlegen.

USA gegen Treuhand-Lösung

Nach einem Bericht des "Handelsblatts" stehen die USA einer Treuhandlösung bei Opel skeptisch gegenüber. Die amerikanische Seite dränge bei der Bundesregierung auf eine Verstaatlichung von Opel. Die Bundesregierung steht unter Zeitdruck, weil ab Ende Mai mit einer Insolvenz von General Motors gerechnet werden muss.

Angst um Arbeitsplätze

Grund für das Treffen am Rande der Plenarsitzung des Bundestags sind die zunehmenden Sorgen vor dem Verlust von Arbeitsplätzen im Falle einer Übernahme von Opel durch den italienischen Autobauer Fiat. Opel-Betriebsratschef Klaus Franz hatte nach einem Treffen deutscher und italienischer Arbeitnehmervertreter erklärt, beide Seiten hätten Sorge, dass Fiat ein Sanierungskonzept mit dem Abbau von europaweit bis zu 18.000 Arbeitsplätzen durchsetzen könnte.

GAZ-Gläubiger fordern Details zu Opel-Plänen

Der am Rüsselsheimer Autobauer interessierte russische Autobauer GAZ soll unterdessen einem Zeitungsbericht zufolge seinen Gläubigerbanken Bericht über die Kooperationspläne mit dem deutschen Konzern erstatten. Die mit rund 40 Milliarden Rubel (917,2 Millionen Euro) verschuldete GAZ-Gruppe müsse ihre Opel-Pläne offenlegen, bevor ein Teil der Verbindlichkeiten umgeschuldet werde, berichtete die Moskauer Wirtschaftszeitung "Wedomosti" unter Berufung auf eine der beteiligten Banken.

Noch keine konkreten Pläne

GAZ will nach eigenen Angaben gemeinsam mit Opel und dem österreichisch-kanadischen Autozulieferer Magna Personenwagen in Russland herstellen. Es gebe aber bislang keine Pläne für einen Einstieg bei Opel, sagte ein GAZ-Sprecher.


GAZ gilt als Sanierungsfall

Der traditionelle russische Autobauer gilt selber als Sanierungsfall. Der Mehrheitseigner Oleg Deripaska, einer der reichsten russischen Oligarchen, hatte die Regierung um eine Finanzhilfe von umgerechnet 230 Millionen Euro zur Abfindung von Kreditoren ersucht. Die größten GAZ-Gläubiger, Sberbank, Gazprombank und VTB Bank, hätten sich bereits grundsätzlich bereit erklärt, an GAZ gewährte Kredite umzuschulden, schrieb die Zeitung.

Magna will 19,9 Prozent der Opel-Anteile

Magna hat die Absicht bekundet, 19,9 Prozent der Opel-Anteile zu übernehmen. Andere Anteilseigner sollten laut einem Konzept die GAZ-Gruppe gemeinsam mit Russlands größtem Geldhaus Sberbank (30,1 Prozent) sowie die Opel-Mutter General Motors (bis zu 40 Prozent) sein.


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