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Deutsche Wirtschaft stürzt brutal ab


Bruttoinlandsprodukt  

Deutsche Wirtschaft stürzt brutal ab

04.06.2009, 14:38 Uhr | cs / bv, AFP, dapd, dpa-AFX, dpa, t-online.de

Deutsche Wirtschaft in der tiefsten Rezession seit Beginn der Erhebungen des BIP (Quelle: imago images)Deutsche Wirtschaft in der tiefsten Rezession seit Beginn der Erhebungen des BIP (Quelle: imago images) Die deutsche Wirtschaft steckt in der tiefsten Rezession der Nachkriegsgeschichte. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) brach im ersten Quartal 2009 um 3,8 Prozent ein. Das war der vierte Rückgang gegenüber einem Vorquartal in Folge und der mit Abstand größte seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1970, so das Statistische Bundesamt.

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Größter Absturz in der Geschichte der Bundesrepublik

Im Vergleich zum ersten Quartal 2008 sackte die Wirtschaftsleistung in Deutschland in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres preisbereinigt um 6,7 Prozent ab. Das Bundesamt korrigierte zudem die BIP-Entwicklung im vierten Quartal 2008 leicht um 0,1 Prozentpunkte auf minus 2,2 Prozent nach unten.

Schwacher Export führt zu BIP-Absturz

Der beispiellose Rückgang des BIP ist den Statistikern zufolge vor allem auf den schwachen Außenbeitrag zurückzuführen. Die preisbereinigten Exporte seien zu Jahresbeginn deutlich stärker zurückgegangen als die Importe. Deutschland ist als Exportweltmeister besonders stark vom Zusammenbruch der globalen Nachfrage betroffen. Nach den Angaben gingen aber auch die Investitionen gegenüber dem Vorquartal deutlich zurück. Einzig die privaten und staatlichen Konsumausgaben seien leicht angestiegen.

Entwicklung des BIP in Deutschland (Quelle: dpa)Entwicklung des BIP in Deutschland (Quelle: dpa)

Analysten erwarten weniger negative Zahlen

Die Bundesregierung erwartet für das Gesamtjahr einen Rückgang des BIP um sechs Prozent. Analysten sehen für das laufende Jahr ebenfalls noch keinen Aufschwung voraus, auch wenn der Rückgang sich abschwächen dürfte. Darauf deuten Anzeichen für eine vorsichtige Erholung der globalen Nachfrage seit März hin. "Dies wird das letzte Quartal mit derartigen Horrorzahlen gewesen sein", erklärte die Nord/LB. Für die zweite Jahreshälfte sei eine Bodenbildung zu erwarten.

Exporte dürften wieder anziehen

Auch die Ökonomen von Global Insight sagten vom zweiten Quartal an "viel weniger negative" Wachstumszahlen voraus. Vor allem die Exporte dürften anziehen, während die Einfuhren deutlicher als bisher sinken dürften, da die zunehmende Arbeitslosigkeit den privaten Verbrauch immer mehr dämpfen dürfte. Wegen der weiterbestehenden Probleme in wichtigen Zielländern der deutschen Exportwirtschaft dürfte es allerdings einige Jahre dauern, bis das Exportniveau von 2007 wieder erreicht werden könne.



Bis zu sieben Prozent Einbruch im Gesamtjahr

Die Commerzbank rechnet nach dem überraschend starken Einbruch der deutschen Wirtschaft für das Gesamtjahr mit einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um sechs bis sieben Prozent. "Wir werden möglicherweise näher an die sechs als an die sieben Prozent kommen", hieß es in einer am Freitag veröffentlichten Analyse. Im zweiten Quartal erwarten die Experten im Quartalsvergleich ein Minus beim Bruttoinlandsprodukt zwischen 0,5 und 1,0 Prozent.

Deutschland zieht EU-Schnitt nach unten

Auch die Eurozone rutschte in eine Rekord-Rezession. In den 16 Ländern mit der Gemeinschaftswährung rutschte das BIP um 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal ab. Das teilte das EU-Statistikamt Eurostat in Luxemburg auf Basis einer vorläufigen Schätzung mit. Es handelt sich um den schlechtesten Wert seit Beginn der Datenerhebung 1995. Grund ist die schlechte Lage in Deutschland.

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