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VW unterbricht Verhandlungen mit Porsche


Geplante Fusion  

VW unterbricht Verhandlungen mit Porsche

18.05.2009, 11:26 Uhr | lgs, t-online.de, dapd

Machtkampf zwischen VW und Porsche (Quelle: dpa)Machtkampf zwischen VW und Porsche (Quelle: dpa) Neue Eskalationsstufe im Machtkampf zwischen Volkswagen und Porsche: Einen Tag vor dem Spitzentreffen der Porsche-Eigentümerfamilien hat der Wolfsburger Konzern am Sonntag überraschend die Fusionsgespräche mit dem Sportwagenbauer unterbrochen. Volkswagen-Sprecherin Christine Ritz sagte der AP, der ebenfalls für den Montag angesetzte nächste Gesprächstermin über das Zusammengehen der beiden Unternehmen auf Arbeitsebene sei abgesagt worden. Volkswagen schließe sich der Auffassung seines Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Bernd Osterloh an, wonach es derzeit keine Atmosphäre für konstruktive Gespräche gebe. Zum weiteren Vorgehen wollte sich die Sprecherin nicht äußern. Ein Porsche-Sprecher wollte auf AP-Anfrage die Unterbrechung der Gespräche zunächst nicht kommentieren.

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Piech: Porsche soll finanzielle Schwierigkeiten alleine lösen

Bislang hat weder Porsche-Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche persönlich noch die Porsche AG öffentlich zu den Äußerungen Piechs Stellung genommen. Der 72-jährige VW-Aufsichtsratschef hatte am Rande einer Autovorstellung auf Sardinien erklärt, der Sitz des neuen gemeinsamen Konzerns werde der bisherige VW-Standort Wolfsburg sein und Porsche müsse zudem seine finanziellen Schwierigkeiten selbst lösen.



Aufregungen um Äußerungen Piechs

Laut "Spiegel" hat Piech bei Porsche auch damit Unmut ausgelöst, dass er den Preis für den Verkauf des Sportwagenbauers heruntergeredet habe. Auf die Frage, ob der Wert von elf Milliarden Euro für Porsche richtig sei, soll er geantwortet haben: "Das ist sicherlich ein paar Milliarden zu hoch gegriffen. 'Paar' groß geschrieben." Porsche-Vertreter sehen dem Blatt zufolge hierin einen Verstoß gegen das Aktienrecht, weil Aktionäre bei einem niedrigen Verkauf auf Schadenersatz klagen könnten.

Vorwurf des Verrats

Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück hatte Mitte der Woche eine juristische Prüfung der Frage angekündigt, ob Piech mit seinen Äußerungen gegen die Aufsichtsräten per Gesetz auferlegte Treue-, Sorgfalts- und Verschwiegenheitspflicht verstoßen habe. Piech hatte den Vorwurf umgehend zurück gewiesen. Laut "Spiegel" erkennen auch seine Anwälte keinen Verstoß gegen das Aktienrecht. Auf einer Betriebsratssitzung am Freitag soll Hück nach einem Vorabbericht des "Focus" erklärt haben: "Piech hat uns verraten. Er hat hier nichts mehr verloren."

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