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Porsche droht ein Liquiditätsengpass


Autohersteller  

"Bild": Porsche bleiben zwei Wochen für Finanzierung

18.05.2009, 16:07 Uhr | bab, t-online.de , dapd

Porsche droht Liquiditätsengpass (Quelle: imago images)Porsche droht Liquiditätsengpass (Quelle: imago images) Die finanzielle Situation beim hoch verschuldeten Sportwagenbauer Porsche wird einem Pressebericht zufolge immer bedrohlicher. Das Unternehmen habe nur noch zwei Wochen Zeit, um Kreditlinien von mehr als einer Milliarde Euro zu verlängern, berichtet die "Bild" unter Berufung auf nicht näher genannte Unternehmenskreise. Spätestens Ende Mai müsse die Anschlussfinanzierung stehen. Komme die Finanzierung nicht zustande, drohe ein "gefährlicher Liquiditätsengpass".

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Kein Kommentar aus Stuttgart

Neben dem Warenhauskonzern Arcandor sprach einem Bericht im "Spiegel" am Wochenende zufolge auch Porsche bei der KfW-Bankengruppe vor, um sich über die Bedingungen für einen Staatskredit zu erkundigen. Das Unternehmen wolle ein Darlehen in Höhe von rund einer Milliarde Euro, hieß es. In Stuttgart wollte man die Berichte nicht kommentieren. "Wir geben nicht bekannt, mit welchen Banken wir reden", sagte ein Porsche-Sprecher.



Aussöhnung im Aufsichtsrat?

Der Porsche-Aufsichtsrat berät heute über die Zukunft des hoch verschuldeten Sportwagenbauers. In dem Gremium sitzt auch der engste Kreis der Porsche-Eigentümerfamilien Porsche und Piëch. Bei dem Treffen im Forschungs- und Entwicklungszentrum in Weissach wollen sich die Familien dem Vernehmen nach aussprechen. Einem Bericht des "Spiegel" zufolge haben die öffentlichen Äußerungen Piëchs zur Zukunft des Autoimperiums VW / Porsche auch für Krach zwischen den beiden Familienstämmen gesorgt.



Porsche-Mitarbeiter zu Protesten aufgerufen

Piëch hatte vor wenigen Tagen öffentlich von Schwierigkeiten der Stuttgarter gesprochen, Geld aufzutreiben. Volkswagen könne dagegen leichter Kredite bekommen. Daher sei auch eine Übernahme und anschließende Integration von Porsche bei VW denkbar. Dabei wären elf Milliarden Euro als Kaufpreis für Porsche zu hoch gegriffen. Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück warf Piëch daraufhin vor, die Stuttgarter zu verraten. Für Montag hat Hück mehrere tausend Porsche-Beschäftigte am Rande der Aufsichtsratssitzung zu einer Demonstration gegen den VW-Patriarchen aufgerufen. Auch an den Standorten Stuttgart-Zuffenhausen und Ludwigsburg sind Protest-Aktionen geplant.

Fusionsgespräche auf Eis gelegt

Die vor einer Woche gestarteten Gespräche über die gemeinsame Zukunft von VW und Porsche liegen seit Sonntag auf Eis. VW hatte die für Montag geplante Fortsetzung der Verhandlungen abgesagt. Darüber, wie es weitergehen soll, gab es unterschiedliche Angaben aus Stuttgart und Wolfsburg. Ein VW-Sprecher sagte, die Gespräche seien für unbestimmte Zeit unterbrochen. Die Atmosphäre sei derzeit nicht konstruktiv. Porsche teilte dagegen mit, die Verhandlungen würden "ganz normal weitergeführt". Abgesagt worden sei lediglich der Termin am Montag. "Folgetermine sind vereinbart."

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