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Softwarehersteller: SAP will sparen und zukaufen


Software-Hersteller  

SAP: Sparen und zukaufen

19.05.2009, 19:41 Uhr | mash, dpa , t-online.de

Co-Chef Léo Apotheker auf der Hauptversammlung von SAP in Mannheim (Quelle: dpa)Co-Chef Léo Apotheker auf der Hauptversammlung von SAP in Mannheim (Quelle: dpa) Europas größter Softwarekonzern SAP plant trotz einbrechender Gewinne weitere Übernahmen. "Solche Investitionen sind gerade in schwierigen Zeiten von großer Bedeutung, weil wir damit jetzt den Grundstein für künftiges Wachstum legen können", sagte Co-Vorstandschef Léo Apotheker auf der Hauptversammlung in Mannheim. 2009 hat SAP bislang den US-Softwareanbieter Clear Standards und den französischen Software-Entwickler Highdeal übernommen. #

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Bis Ende 2009 keine weiteren Entlassungen

Für die SAP-Mitarbeiter gibt es - über die angekündigten Streichungen hinaus - Entwarnung: Auch bei ausbleibender Konjunkturbelebung soll es 2009 keinen weiteren Stellenabbau geben. SAP halte an dem Ziel fest, die Mitarbeiterzahl bis zum Jahresende auf 48.500 zu senken, sagte Apotheker. Das gelte auch, wenn sich die Geschäftsaussichten nicht verbessern. Bislang wurden 2200 Stellen abgebaut. Insgesamt sollen 3000 Jobs konzernweit bis zum Jahresende wegfallen, 600 davon in Deutschland. Angaben zur geplanten Mitarbeiterstärke im nächsten Jahr machte der Manager nicht.

Weniger Software verkauft

Der Walldorfer DAX-Konzern verzeichnete im ersten Quartal einen Gewinneinbruch von 16 Prozent auf 204 Millionen Euro; das Ergebnis vor Zinsen und Steuern verringerte sich um acht Prozent auf 332 Millionen Euro. Die Softwareerlöse sackten um ein Drittel auf 418 Millionen Euro ab.

Millionenschweres Sparprogramm

Um dem Gewinneinbruch entgegen zu wirken, hat der DAX-Konzern ferner ein millionenschweres Sparprogramm aufgelegt. Die harte Kostenkur reichte über den Einstellungsstopp, die Stornierung des Kaufs neuer Möbel sowie Veranstaltungen in externen Räumen bis hin zu freiwilligen Verzicht des Vorstands auf Urlaubstage. Apotheker und der Ende Mai ausscheidenden Co-Vorstandschef Henning Kagermann verteidigten vor den Aktionären den abrupten Tritt auf die Kostenbremse als notwendig, damit SAP in der Krise handlungsfähig bleibt. "Damals sind wir scharf kritisiert worden. Heute wissen wir, dass es richtig war. Wer zu lange wartet, muss später dafür büßen", so Kagermann.

Margenziel bleibt - kein konkreter Ausblick

Apotheker bekräftigte das Margenziel für das laufende Jahr, allerdings legte der Manager keinen konkreten Ausblick vor. "2009 ist und bleibt ein außerordentlich schwieriges Jahr." Für die Umsatzzahlen lasse sich daher keine verlässliche Prognose abgeben. "Stattdessen konzentrieren wir unsere Prognose auf die operative Marge." Er bekräftigt das Margenziel von 24,5 bis 25,5 Prozent. Die Margenprognose beruht auf der Annahme, dass der Software- und softwarebezogenen Umsatz auf dem Vorjahresniveau oder ein Prozent darunter liegt.

Neue Software vor Ende des Jahres

Apotheker versicherte vor den Aktionären, dass die neue Mittelstandssoftware "Business by Design" trotz massiver Probleme bei der Einführung nicht vor dem Aus steht. "Business by Design wird kommen", sagte der SAP-Vorstand. Ende des Jahres werde der Weltmarktführer für Unternehmenssoftware Details zur weltweiten Einführung verkünden. Momentan gebe es 80 Kunden. Ursprünglich wollte SAP bis 2010 rund 10.000 neue Kunden mit der Software gewinnen.

Rückgang des Marktanteils nicht beunruhigend

Derzeit habe die SAP insgesamt 86.000 Kunden, sagte Kagermann. Damit bleibt er bisher hinter seinem für 2010 ausgegebenen Ziel, einen Kundenstamm von 100.000 in den Büchern zu haben. Den Rückgang des Marktanteils im vierten Quartal zum Vorquartal um 0,6 Prozent sieht Kagermann nicht als beunruhigend. Auf das gesamte Jahr legte SAP beim Marktanteil um 4,4 Prozent zu. 0,9 Prozent waren organisch, den Rest verdankt SAP der Übernahme des französischen Konkurrenten Business Objects.

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