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Hewlett-Packard streicht über 6000 Stellen


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Hewlett-Packard streicht über 6000 Stellen

20.05.2009, 08:53 Uhr | bab, dpa-AFX, t-online.de

Hewlett Packard schliddert in die Krise (Quelle: imago images)Hewlett Packard schliddert in die Krise (Quelle: imago images) Hewlett-Packard (HP) macht der starke Absatzrückgang bei Computern und Druckern zu schaffen. Der weltgrößte Hersteller von Personal Computern will deshalb in den kommenden zwölf Monaten 6400 Stellen streichen. Das entspreche zwei Prozent der Belegschaft, teilte der Konzern mit Sitz im kalifornischen Palo Alto nach Vorlage der Zahlen für das erste Quartal mit. Demnach sank der Nettogewinn im Zeitraum von Februar bis Ende April um 17 Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar (rund 1,2 Milliarden Euro). Für das laufende dritte Quartal rechnet HP mit bestenfalls mit stagnierenden Umsätzen und schlimmstenfalls mit einem Rückgang um zwei Prozent. Für das gesamte Geschäftsjahr wird bei den Erlösen ein Minus von vier bis fünf Prozent erwartet.

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Sondereffekte schlage zu Buche

Der Umsatz schrumpfte um drei Prozent auf 27,4 Milliarden Dollar. Dabei glich das Service-Geschäft dank der Übernahme des IT-Dienstleisters EDS noch einen großen Teil der Rückgänge aus. Das Geschäft in den bisher zentralen Bereichen Computer und Drucker lief für HP deutlich schlechter als vor einem Jahr. Das Unternehmen erklärte den Gewinnrückgang aber auch mit einer hohen einmaligen Belastung von 382 Millionen Dollar, die aus Abschreibungen, Restrukturierungskosten und Übernahme-Ausgaben bestand. Auch der wieder erstarkte Dollarkurs sorgte für negative Umrechnungs-Effekte.



PC-Sparte wird zum Sorgenkind

Der Umsatz der PC-Sparte fiel um ein Fünftel auf 8,1 Milliarden Dollar und das operative Ergebnis sank um 31 Prozent auf 374 Millionen Dollar. Die Rückgänge spiegeln vor allem den Trend zu günstigeren Mini-Notebooks wider, denn die Zahl der abgesetzten Geräte blieb laut HP stabil. Hewlett-Packard schnitt damit in den vergangenen Monaten immer noch besser ab als der Gesamtmarkt - nach Zahlen der Marktforscher von IDC war der weltweite PC-Absatz in den ersten drei Monaten 2009 um sieben Prozent gefallen. Im Drucker-Geschäft schrumpften die Erlöse um 23 Prozent auf 5,9 Milliarden Dollar, der operative Gewinn sank auf 1,1 Milliarden Dollar von 1,2 Milliarden ein Jahr zuvor. Die Zahl der verkauften Drucker fiel sogar um 27 Prozent.

EDS rettet Servicegeschäft

Die Wirtschaftskrise schlug auch auf die Sparte durch, die Server- und Speicherlösungen für Unternehmen anbietet. Der Umsatz brach um 28 Prozent auf 4,5 Milliarden Dollar ein, der operative Gewinn schmolz auf 250 Millionen Dollar zusammen nach 655 Millionen im Vorjahresquartal. Der Umsatz im Service-Geschäft wurde dagegen dank der Übernahme des IT-Dienstleisters EDS mit 8,5 Milliarden Dollar verdoppelt. Der operative Gewinn schoss auf 1,2 Milliarden Dollar hoch von 507 Millionen vor einem Jahr. Die Integration von EDS verlaufe schneller als geplant, hieß es.

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