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Schluckt Conti jetzt Schaeffler?


Autozulieferer  

Schluckt Conti jetzt Schaeffler?

26.05.2009, 19:11 Uhr | bv, dpa, t-online.de

Conti und Schaeffler - Überraschende Wende in Übernahmeschlacht?Conti und Schaeffler - Überraschende Wende in Übernahmeschlacht? (Quelle: ddp) Beim hochverschuldeten Autozulieferer Schaeffler deutet sich eine ähnliche Wende an wie beim Sportwagenbauer Porsche, der die deutlich größere Volkswagen AG nicht wie geplant übernehmen kann. Das "Handelsblatt" schreibt, Schaeffler und Continental könnten nun unter dem Dach der Conti fusionieren. Die Berater von Roland Berger prüften derzeit im Auftrag des Gläubigerkonsortiums unter Führung der Commerzbank das Szenario, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Finanz- und Unternehmenskreise. In der Politik gebe es breite Unterstützung für eine solche Lösung.

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23 Milliarden Euro Schulden

Schaeffler hatte sich an der Übernahme des dreimal größeren Konkurrenten Continental verhoben. Da der Kauf komplett kreditfinanziert war, ist Schaeffler nun hoch verschuldet. Insgesamt drückt die beiden Unternehmen eine Schuldenlast von etwa 23 Milliarden Euro. Den Banken drohen hohe Wertberichtigungen. Die Institute hofften nun, bei einer Fusion unter dem Dach von Conti allzu hohe Abschreibungen vermeiden zu können. Ein Schaeffler-Sprecher sagte dem "Handelsblatt", man prüfe gemeinsam mit Conti die Optionen für eine künftige Zusammenarbeit beider Unternehmen. Das Ergebnis sei offen.

Bisher nur Teilfusion diskutiert

Der Plan sieht nach Zeitungsinformationen vor, die private Schaeffler-Gruppe komplett in den börsennotierten Conti-Konzern zu überführen. Es scheine derzeit das einzige Modell zu sein, hieß es in Gläubigerkreisen. Bisher war vor allem über eine Fusion der Automotive-Sparten spekuliert worden. In den Plan seien die Ministerpräsidenten von Bayern, Niedersachsen und Hessen eingeweiht. In den Bundesländern befinden sich Werke mit Tausenden Arbeitsplätzen.

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