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Porsche war angeblich schon fast pleite


Porsche  

"Spiegel": Porsche war schon fast pleite

23.05.2009, 21:20 Uhr | sky, dpa, t-online.de

Presse: Ausgerechnet VW musste Porsche vor der Pleite retten (Foto: AP)Presse: Ausgerechnet VW musste Porsche vor der Pleite retten (Foto: AP) Die Porsche-Krise ist offenbar viel schlimmer, als bisher bekannt: Der krisengeschüttelte Sportwagenbauer Porsche stand nach Angaben des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" vor zwei Monaten sogar vor der Insolvenz. Die vom 22. bis 24. März drohende Insolvenz habe nur verhindert werden können, weil der VW-Konzern einen Überbrückungskredit über 700 Millionen Euro gewährt habe. Doch damit sei der Sportwagenbauer keinesfalls gerettet - insgesamt benötige Porsche zusätzliche Kredite über 2,5 Milliarden Euro.

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Porsche ist noch nicht gerettet

Der von Volkswagen gewährte Zwischenkredit habe allerdings nur eine Laufzeit von einem halben Jahr, schreibt das Blatt weiter. Insgesamt strebt Porsche nach Angaben eines Stuttgarter Unternehmenssprechers weiterhin die Aufstockung der Kredite auf 2,5 Milliarden Euro an, um das laufende Geschäft zu finanzieren. Ende März hatte Porsche eine Kreditlinie über zehn Milliarden Euro abgeschlossen, mit dem Kredite in gleicher Höhe abgelöst wurden. Zur Finanzierung von weiteren 2,5 Milliarden Euro hat Porsche auch einen Kredit bei der KfW angefragt. Dieser sei aber zurückgestellt worden, hatte ein Porsche-Sprecher gesagt. Nach einem Bericht des "Spiegel" geht es um ein KfW-Darlehen in Höhe von rund einer Milliarde Euro.



Wiedeking sah "kritische Situation"

Laut "Spiegel" hat Porsche-Chef Wendelin Wiedeking vor dem Aufsichtsrat der Porsche Automobil Holding SE eingestanden, dass die "kritische Situation" auch nach der Verlängerung des Zehn-Milliarden- Kredits anhält. Er soll zudem nach eigener Aussage "bis eine Woche vor dem 24. März", an dem der Kredit auslief, "nicht über die sich zuspitzende Kreditsituation informiert" gewesen sein.

Es wird eng für den Porsche-Chef

Nach Informationen des "Spiegel" gehen inzwischen auch Mitglieder des Porsche-Clans auf Distanz zu Wiedeking. Sie verübeln dem Porsche-Chef, dass er sich nicht ausreichend um die Finanzen gekümmert hatte.



Porsche hat sich übernommen

Der Stuttgarter Sportwagenbauer hat durch die Aufstockung seiner Beteiligung an Volkswagen im Januar auf knapp 51 Prozent eine Nettoverschuldung von rund neun Milliarden Euro angehäuft. Mittlerweile hat Porsche jedoch von der Übernahme von Europas größtem Autobauer Abstand genommen und strebt stattdessen die Schaffung eines integrierten Autokonzerns mit Volkswagen an. Die Verhandlungen dazu sind aber ins Stocken geraten. Fraglich ist unter anderem die Gewichteverteilung zwischen Stuttgart und Wolfsburg sowie die künftige Struktur des Unternehmens, unter dem die dann zehn Konzernmarken weitgehend eigenständig agieren sollen.

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