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Märklin: Überlebenschancen für Modellbahnbauer steigen


Insolvenz  

Überlebenschancen von Märklin steigen

26.05.2009, 12:47 Uhr | cs, dapd, t-online.de

Märklin hat weltweit eine eingeschworene Fangemeinde (Quelle: dpa)Märklin hat weltweit eine eingeschworene Fangemeinde (Quelle: dpa) Die Chancen für einen Fortbestand des 150 Jahre alten Modellbahnherstellers Märklin stehen gut. Insolvenzverwalter Michael Pluta sagte am Montag in Göppingen nach einer Gläubigerversammlung, es gebe sieben Investoren, die Interesse an dem insolventen Unternehmen hätten. Ein möglicher Käufer müsse rund 100 Millionen Euro aufbringen und langfristiges Interesse haben.

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Märklin-Investor soll lange bleiben

"Wir führen die Firma so, dass wir nicht unter Zeitdruck kommen." Pluta wurde von der Gläubigerversammlung in seinem Amt bestätigt. Pluta sagte, er suche einen Investor, der nicht nach drei bis vier Jahren wieder aussteige. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir verkaufen können."

2010 wieder Gewinn für Märklin

Das Sanierungskonzept von Pluta sieht vor, den Verlust in diesem Jahr auf annähernd Null zu reduzieren. Es werde ein Umsatz von 120 Millionen Euro angestrebt. Für das Jahr 2010 peilt der Insolvenzverwalter bei dem Modellbahnhersteller einen Gewinn von 2,5 Millionen Euro an. Pluta sagte, für die Fortführung des Traditionsunternehmen habe er eine Planrechnung und ein Organigramm erstellt. "Wir sind derzeit im Plan."

Verkauf nach Sanierung geplant

Die entsprechenden Gespräche mit potenziellen Interessenten würden bereits laufen. Im Spätsommer könnten sie bereits abgeschlossen sein. Einzelheiten zu den Interessenten wurden nicht bekannt. In Stammwerk im schwäbischen Göppingen und im ungarischen Werk in Györ wurden bereits Stellen abgebaut und der Standort in Nürnberg geschlossen.

Keine Staatshilfe für Märklin

Staatliche Unterstützung bei der Sanierung des Unternehmens lehnte Pluta ab. "Wir brauchen die Politik nicht. Wir sollten unsere Probleme lieber mit Bordmitteln lösen." Bislang haben 609 Gläubiger Forderungen in Höhe von 110 Millionen Euro angemeldet. Die Kreissparkasse Göppingen und die Landesbank Baden-Württemberg und ein Pensions-Sicherungs-Verein zählen zu den Hauptgläubigern. Das Traditionsunternehmen Märklin war 2006 von den Investoren Kingsbridge Capital und Goldman Sachs übernommen worden und hatte am 4. Februar dieses Jahres Insolvenz angemeldet.

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