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Qimonda: Chinesen wollen insolventen Chiphersteller nicht übernehmen


Insolventer Chiphersteller  

Chinesen sagen Übernahme von Qimonda ab

26.05.2009, 16:45 Uhr | mash, t-online.de , dapd , AFP

Qimonda: Keine Rettung in Sicht (Quelle: dpa)Qimonda: Keine Rettung in Sicht (Quelle: dpa) Die Rettungschancen für den insolventen Speicherchip-Hersteller Qimonda sind weiter gesunken. Die chinesische Seite habe deutlich gemacht, dass eine vollständige Übernahme nicht in Betracht komme, sagte eine Sprecherin des sächsischen Wirtschaftsministers Thomas Jurk (SPD). Dies gehe aus einem Schreiben des Gouverneurs der chinesischen Provinz Shangdong, Jiang Daming, an den SPD-Politiker hervor.

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Shandong noch nicht bereit

Die Sprecherin bestätigte damit einen Bericht der "Sächsischen Zeitung", nannte aber keine weiteren Einzelheiten. Der Gouverneur der Provinz habe in dem Brief zur Begründung angeführt, dass Shandong noch am Anfang der Entwicklung zum Mikroelektronik-Standort stehe. Ein weiterer Grund für die Absage sei die durch die weltweite Krise gesunkene Nachfrage nach Mikroelektronik.

Kooperationen sollen unterstützt werden

Allerdings will der Gouverneur den Angaben zufolge Unternehmen seiner Provinz unterstützen, die mit Qimonda kooperieren wollen. Jurk werte dies als ein Fünkchen Hoffnung, das man am Glimmen halten müsse.

Russischer Investor bleibt unsichtbar

Die Chinesen galten im Verbund mit der Inspur-Gruppe als größter und letzter Hoffnungsträger. Die Bemühungen um den Erhalt des Konzerns im Ganzen oder in Teilen gingen aber weiter. In Unternehmenskreisen hieß es, auch ein zuletzt vom sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU) ins Gespräch gebrachter russischer Investor habe sich bislang nicht gemeldet.

Rund 4600 Mitarbeiter bangen weiter

Die Infineon-Tochter Qimonda hatte Ende Januar Insolvenz beantragt, Anfang April war das Verfahren eröffnet worden. Seitdem wird ein Investor gesucht. Von der Pleite sind allein in Deutschland rund 4600 Mitarbeiter betroffen. Ein großer Teil wechselte bereits in Transfergesellschaften. In Dresden sind noch rund 400 Mitarbeiter im Unternehmen, in München etwa 300. Die Produktion in Dresden wurde bereits heruntergefahren.

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