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Keine betriebsbedingten Kündigungen bei Schaeffler


Schaeffler  

Keine betriebsbedingten Kündigungen bei Schaeffler

27.05.2009, 12:46 Uhr | mash

Keine betriebsbedingten Kündigungen bei SchaefflerKeine betriebsbedingten Kündigungen bei Schaeffler Schaeffler und die IG-Metall haben sich auf ein 250-Millionen-Euro-Sparpaket geeinigt, das betriebsbedingte Kündigungen verhindern soll. Der schwer angeschlagene Automobilzulieferer und die Gewerkschaft unterzeichneten eine entsprechende Vereinbarung, die Entlassungen bis zum 30. Juni 2010 ausschließt, wie Schaeffler mitteilte.

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Kürzungen und Altersteilzeit

Bedingung ist, dass bis zum 31. Juli 2009 konkret feststeht, wie die 250-Millionen Euro eingespart werden. Das jetzt vereinbarte Maßnahmenpaket sieht Kürzungen der Arbeitszeit mit entsprechender Lohnanpassung, Kurzarbeit und die Kürzung von Einmalzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld vor. Zudem könnten, wo nötig, freiwillige Aufhebungsverträge und Altersteilzeit genutzt werden.

Transfergesellschaften als letztes Mittel

Sollte all dies nicht ausreichen, könne es als letztes Mittel zur Gründung von Transfergesellschaften kommen, um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, erklärte Schaeffler-Sprecher Detlef Sieverdingbeck. Die Maßnahmen sollen zunächst bis zum 31. Juni 2010 gelten. Dann würden sie überprüft und möglicherweise zurückgenommen.

Einigung auf Mitbestimmung im Aufsichtsrat

Das Unternehmen sei gezwungen, auf die Wirtschaftskrise zu reagieren, betonte Sieverdingbeck. Schaeffler hatte bereits Mitte Mai angekündigt, 250 Millionen Euro bei den Personalkosten einsparen zu wollen und angeboten, dies ohne Kündigungen umzusetzen. IG-Metall-Chef Berthold Huber erklärte: "Mit dieser Vereinbarung gewinnen wir Zeit. Es ist die richtige Antwort auf den massiven Konjunktureinbruch." Zudem haben sich Schaeffler und die IG Metall auf eine Mitbestimmung der Arbeitnehmerseite geeinigt. Dafür soll ein Aufsichtsrat eingeführt werden, der je zur Hälfte aus Vertretern der Arbeitnehmer und Arbeitgeber besteht. Genaueres müsse noch geregelt werden, erklärte Schaeffler.

An Conti verhoben

Das Familienunternehmen hat sich im vergangenen Jahr mit der Übernahme der größeren Continental übernommen. Neben den daraus resultierenden hohen Schulden trifft auch die Wirtschaftskrise den Konzern hart. Der Umsatz des Automobilzulieferers ist zuletzt massiv eingebrochen. Weltweit beschäftigt Schaeffler 66.000 Mitarbeiter, 28.000 davon in Deutschland.

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