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EZB lässt Leitzins unverändert


Europäische Zentralbank  

EZB lässt Leitzins unverändert und kauft Anleihen

04.06.2009, 16:42 Uhr | mmr, dpa-AFX, t-online.de

EZB in Frankfurt (Foto: ddp)EZB in Frankfurt (Foto: ddp) Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins im Euro-Raum unverändert bei 1,0 Prozent gelassen. Das entschieden die Währungshüter am Donnerstag auf einer turnusmäßigen Sitzung in Frankfurt am Main. Ökonomen hatten dies einhellig erwartet. Damit rangiert der Leitzins weiterhin auf dem tiefsten Niveau seit Gründung der europäischen Währungsunion im Jahr 1999. Als Reaktion auf die Entscheidung rutschte der Euro zeitweise unter die Marke von 1,41 Dollar. Auch der DAX gab ein paar Pünktchen nach.

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Projektionen für Wachstum abermals deutlich gesenkt

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Projektionen für das Wirtschaftswachstum im laufenden und kommenden Jahr erneut deutlich reduziert. Die Wirtschaft in der Eurozone dürfte 2009 im Mittel um 4,6 Prozent schrumpfen, sagte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet. Bei ihrer letzten Prognose im März war die Notenbank noch von einem Minus von 2,7 Prozent ausgegangen. Für 2010 rechnet die EZB nun mit einer negativen Rate von 0,3 Prozent, nachdem bislang ein Nullwachstum prognostiziert wurde. Die Inflationsrate wird nach Einschätzung der EZB 2009 im Mittel bei 0,3 Prozent liegen. Im März war sie noch von einer Rate von 0,4 Prozent ausgegangen. Im Jahr 2010 dürfte die Teuerung dann 1,0 Prozent betragen. Hier bestätigte die Notenbank ihre März-Prognose.



Verbraucherpreise werden weiter sinken

Für Verbraucher werde sich die Wirtschaftskrise in den kommenden Monaten mit einer vorübergehend negativen Teuerungsrate bemerkbar machen, sagte Trichet. Das heißt, dass die Verbraucherpreise in einzelnen Monaten sogar unter dem Vorjahresniveau liegen können. Im Gesamtjahr 2009 werde die Inflation jedoch bei 0,3 Prozent knapp im positiven Bereich liegen, im kommenden Jahr werde sie ein Prozent betragen.

EZB kauft Anleihen

Die EZB kündigte derweil an, sie werde ihre Käufe von Covered Bonds in Höhe von 60 Milliarden Euro im Juli 2009 beginnen und spätestens im Juni 2010 abschließen. Man werde lediglich Papiere mit mindestens einem BBB-Rating akzeptieren, sagte Trichet. Die Käufe sollen direkt am Markt und sowohl am Primär- als auch am Sekundärmarkt erfolgen. Es gelten hier die Voraussetzung für Sicherheiten, die die EZB ansonsten für ihre Refinanzierungsgeschäfte verlangt. Trichet hatte die Käufe bereits auf der EZB-Pressekonferenz im Mai angekündigt.

Spezieller Markt soll belebt werden

Es gehe bei den Käufen lediglich darum, diesen speziellen Markt zu beleben, sagte Trichet. In Deutschland ist hiervon vor allem der Pfandbriefmarkt betroffen. Von einer "quantitativen Lockerung" könne hier nicht gesprochen werden. Zu einer möglichen Ausweitung des Programms wollte Trichet nichts sagen. "Wir werden die Entwicklung genau beobachten und gegebenenfalls neu entscheiden."

Zinsen auf angemessenem Niveau

Zuletzt lockerten die Währungshüter den Leitzins im Mai um 0,25 Prozentpunkte auf 1,0 Prozent. Der damalige Schritt war die siebte Zinssenkung seit Oktober 2008. Nach Einschätzung von Jean-Claude Trichet seien die Leitzinsen in der Eurozone angemessen. "Das derzeitige Zinsniveau ist aber nicht unter allen Umständen das niedrigstmögliche Niveau", sagte Trichet seinerzeit.


EZB will Kreditvergabe ankurbeln

Seit Herbst 2008 hat die EZB das Zinsniveau um insgesamt 3,25 Punkte reduziert. Die Zinssenkungen resultieren aus der stark rückläufige Inflation und der Wirtschaftskrise. Auch der Einlagenzins und der Satz für die Spitzenrefinanzierung liegen weiterhin unverändert bei 0,25 Prozent bzw. 1,75 Prozent. Durch die niedrigen Zinsen will die EZB der kriselnden Wirtschaft neuen Schub geben. Banken können sich bei der Zentralbank günstiger mit Geld versorgen und in Folge auch billigere Kredite an Unternehmen und Verbraucher vergeben.



Bank of England lässt Leitzinsen ebenfalls unverändert

EZB-Präsident Jean-Claude Trichet wollte die aktuelle Entscheidung am Nachmittag (14.30 Uhr) auf einer Pressekonferenz erläutern. Mit Spannung werden seine Ausführungen zum Aufkauf bestimmter Anleihen, sogenannter Covered Bonds, erwartet. Covered Bonds entsprechen weitgehend den deutschen Pfandbriefen. Unterdessen ließ auch die britische Notenbank den Leitzins unverändert bei 0,5 Prozent. Zugleich setzten die Währungshüter den Ankauf von Staatsanleihen fort. Im vergangenen Monat erweiterte die Notenbank ihr Programm, mit dem sie Geld in den Finanzmarkt pumpt, auf 125 Milliarden Pfund (ca. 144 Milliarden Euro).

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